50 000 Blumen für Pflegeheime und Gemeinden

Ruth Seitz

Von Ruth Seitz

Fr, 03. April 2020

Sasbach

Klaus und Petra Friderich aus Sasbach nutzen das Absatzproblem ihrer Gärtnerei durch die Corona-Krise zu einer Spendenaktion.

SASBACH. Blumen schenken Freude – erst recht in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Die Sasbacher Gärtnerei Friderich verschenkt in diesen Tagen jede Menge Freude – in Form von mehr als 50 000 Frühlingsblühern, die ohne diese Geste im Kühlhaus der Gärtnerei blühen und wieder verwelken würden. Damit dies nicht passiert, haben sich Petra und Klaus Friderich entschlossen, den Gemeinden und den Pflegeheimen in der Region die Blumen zu schenken.

"Wie alle Gärtnereien leiden auch wir unter Corona, speziell wegen der Zwiebelblumen, die wir üblicherweise über Ostern zuverlässig verkaufen", betont Klaus Friderich. Doch der Absatz über den Handel fällt in diesem Jahr komplett weg. Deshalb stehen noch zig Tausend Töpfe im Kühlraum der Gärtnerei und finden keine Abnehmer. Und die sind zum Wegwerfen einfach zu schaden, fanden Petra und Klaus Friderich und entschlossen sich zum Handeln. Sie verschenken die Blumen, zumal die Zwiebeln im nächsten Jahr wieder blühen werden.

Die Gemeinden in der Umgebung hätten sich alle sehr über die Gesten gefreut, berichten Petra und Klaus Friderich. Einige haben die Pflanzen schon abgeholt, um öffentliche Plätze, Kreisverkehre oder sonstige Flächen zu bepflanzen.

In die Pflegeheime liefern Petra und Klaus Friderich die Pflanzen, denn wer sollte sie von dort abholen können? Die beiden hoffen, den Bewohnerinnen und Bewohnern samt dem Pflegepersonal Freude zu bereiten, denn durch das Besuchsverbot in den Pflegeheimen ist die Situation für die Menschen dort besonders belastend. Dies kennen Petra und Klaus Friderich aus der eigenen Familie. Auch für die Gärtnerei ist die Situation in der Corona-Krise wie für alle Betriebe mehr als belastend. Pro Topf rechnet Klaus Friderich mit einem Preis von 1,50 Euro bis zwei Euro. Da komme schon eine Summe zusammen. Aber dass ihre Pflanzen nun anderen Menschen Freude bereiten, freut Petra und Klaus Friderich.