Petition

5013 Unterschriften gegen möglichen Wohnmobilpark am Windgfällweiher

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 18. März 2021 um 15:41 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Die Initiative "Kleinod Windgfällweiher" will keine zusätzliche touristische Infrastruktur an dem See im Hochschwarzwald. Das hat sie jetzt auch der Regierungspräsidentin mitgeteilt.

5013 Unterschriften haben die Initiatoren der Petition "Kleinod Windgfällweiher" nach eigenen Angaben am Mittwoch in Freiburg an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergeben. Mit ihrer Initiative wollen Dagmar Schäfer, Heidemarie Bauer und Hubert Böll aus Feldberg erreichen, dass am Windgfällweiher weder ein großes Hotel, noch ein Reisemobilpark mit 120 zusätzlichen Plätzen entsteht, wie es in einer Pressemitteilung der Initiative heißt.

Mehr Schutz für die Tiere am See gefordert

Die Initiative stellt in einem beigelegten Schreiben auch Forderungen an die Regierungspräsidentin: An erster Stelle fordere sie einen angemessenen fachlichen Schutz des Windgfällweihers durch eine großräumige Ausweitung als Naturschutzgebiet oder Schonwald, Bannwald oder durch Waldbiotope. Durch einen geeigneten Biotopverbund sollten unter anderem die Sommer- und Winter-Lebensräume der Amphibien, die den Windgfällweiher im Umkreis von drei Kilometern als Laichhabitat nutzen, sowie die Lebensräume der ansässigen Reptilien, Insekten, Fledermäuse, Biber und Vögel nachhaltig verbessert und gesichert werden, heißt es in der Mitteilung. Die Initiative schlägt eine Zusammenarbeit der Hochschwarzwaldgemeinden mit dem Landkreis zum Thema "Lebensqualität für unsere Bevölkerung und ihr Schutzgut Natur" vor und bietet ihre Mitarbeit an.

Genehmigungsverfahren hat noch nicht begonnen

Regierungspräsidentin Schäfer habe den Initiatoren der Petition für ihr Engagement für den Naturschutz gedankt. Sie machte aber laut der Mitteilung auch deutlich, dass bislang noch kein Genehmigungsverfahren für eine mögliche Realisierung eines Caravanparks begonnen habe: "Die höhere Naturschutzbehörde meines Hauses steht in engem Austausch mit dem Landratsamt und wird die weitere Projektentwicklung am Windgfällweiher aufmerksam begleiten." Die Regierungspräsidentin sehe gerade während der Pandemiezeit ein erhöhtes Bedürfnis der Menschen nach Erholung in der freien Natur, was mit dem Naturschutz in einem Spannungsfeld stehe. Dieses gelte es verantwortungsvoll aufzulösen, indem Erholungssuchenden Zugang zur Natur ermöglicht werde, ohne dabei geschützte Gebiete spürbar zu belasten oder gar zu zerstören. Große Bedeutung komme hier der Lenkung von Besuchern und touristischen Einrichtungen zu. Notwendig seien Konzepte für sanften Tourismus, die auch die Belange der Einheimischen berücksichtigen.

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