Stellenspezial IT

60 Tage Wartezeit auf den Neuen

Mo, 15. April 2019 um 09:41 Uhr

Anzeige Eine Forsa-Studie bringt es auf den Punkt: Die Zeit, die Unternehmen benötigen, um freie Stellen zu besetzen, wird immer länger. Das gilt zunehmend auch für den IT-Bereich.

Hier dauert es teilweise bis zu 60 Tage, ehe eine Stelle neu besetzt werden kann. Besonders schwierig gestaltet sich die Personalsuche bei IT-Fachkräften und Ingenieuren. Für IT-Fachleute ist das ein gutes Zeichen, denn für sie wurde aus einem Bewerbermarkt ein Nachfragemarkt. Nachstehend einige der meistgesuchten IT-Jobs im Kurzporträt:

Softwareentwickler

Softwareentwickler konzipieren Software und programmieren diese auch, sei es als Baustein oder komplette Anwendung, die auf die besonderen Anforderungen der Kunden zugeschnitten ist und implementieren sie dann in den Systemen der Auftraggeber. Das sind die vorrangigen Aufgaben des Softwareentwicklers als Fachinformatiker. Je nach Aufgabenstellung und Anforderungsprofil nutzt er dabei die entsprechende Programmiersprache wie C, C++ oder PHP. Natürlich werden grundlegende Kenntnisse in Java, SQWL, Android oder iOS vorausgesetzt.

Softwareingenieure

Softwareingenieure gelten als Architekten komplexer Softwaresysteme. Wichtig hier: Nur wer ein Studium in einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung absolviert hat, darf sich als Ingenieur bezeichnen. Dabei wird die Nachfrage nach Softwareingenieuren weiter steigen, denn dank fortschreitender Automatisierung und Digitalisierung in Industrie und Verwaltung steigt der Bedarf an komplexen Softwaresystemen.

Gefordert wird von Bewerbern ein grundlegendes Verständnis von Betriebssystemen, Programmiersprachen, Datenbanken, Cloud-Technologien, Entwicklungsprozeduren und Webentwicklungen.

Dev-Ops-Engineer

Entwickler und Administrator in Personalunion, das verkörpert der Dev-Ops-Engineer (Dev-Ops = Development (Entwicklung) und IT-Operations). Um auf Veränderungsprozesse im Unternehmen schnell zu reagieren, sie möglicherweise gar vorwegnehmen zu können, gilt es, Systemadministration und Softwareentwicklung stetig zu verbessern. Dafür erstellt der Dev-Ops-Fachmann etwa Skripte und Entwicklungstools, führt administrative Tätigkeiten und Gerätetestierung durch, verwaltet digitale Zertifikate und übernimmt das Monitoring sowie die Programmierung.

Data Scientist

In Zeiten der künstlichen Intelligenz, des Machine Learnings und des digitalen Wandels hat sich ein neues Berufsbild herausgebildet: der Data Scientist. Seine grundlegende Aufgabe ist es, aus großen Datenmengen Informationen zu generieren, die in Unternehmen für die jeweiligen wirtschaftliche Weichenstellungen genutzt werden können. Dafür müssen die entsprechende Datenquellen ausgewählt und Datensammelsysteme erschlossen werden, auch, um die schier endlose Datenflut zu reduzieren. Anschließend werden auf der Grundlage der ausgewerteten Daten Handlungsvorschläge für die Geschäftsführung erarbeitet.

IT-Projektmanager

Der IT-Projektmanager bewegt sich in einem beruflichen Umfeld, in dem er Informatikthemen mit organisatorischen und koordinativen Aufgaben des Projekt- und Change-Managements verknüpft, etwa der Einführung neuer Software in Unternehmen.

Vorteilhaft sind Kenntnisse in Scrum, ein Vorgehensmodell des Projekt- und Produktmanagements, insbesondere zur agilen Softwareentwicklung, sowie Kanban, einer Methode in der Softwareentwicklung, bei der die Anzahl paralleler Arbeiten begrenzt und somit kürzere Durchlaufzeiten erreicht und Probleme schnell sichtbar gemacht werden sollen. Und auch die prozessorientierte und skalierbare Projektmanagementmethode Prince2 gehört zum Handwerkszeug des IT-Projektmanagers.

IT-Securitymanager

Netzattacken auf Unternehmen und Organisationen nehmen zu. Dabei haben es die Täter oftmals auf sensible Geschäftsbereiche wie Finance, die Personalabteilung oder das Controlling abgesehen. IT-Securitybeauftragte unterstützen die Geschäftsführung, Bedrohungen für den Betrieb von IT-Infrastrukturen zu erkennen und Maßnahmen zur IT-Sicherheit umzusetzen. Dabei definieren und koordinieren sie die Sicherheitsziele im Unternehmen, kontrollieren und steuern die Sicherheitsmaßnahmen auf der Grundlage geltender Rechtsvorgaben.

UX-Experte

Mit der zunehmenden Bedeutung des Internets wird eine Frage immer wichtiger: Wie nutzerfreundlich sind der Onlineauftritt und Apps, wie nutzerfreundlich sind die Inhalte? Dieses Feintuning übernimmt der UX-Experte (UX steht als Abkürzung für die User Experience, also die Nutzerfreundlichkeit). Dafür muss der UX-Experte unter anderem ein genaues Bild davon haben, wie der Nutzer eines Angebots tickt, er muss seine Zielgruppe also genau kennen. Marktforschungen sind eine Methode, an solche Erkenntnisse zu gelangen.

Systemadministrator

Verwaltung, Weiterentwicklung und Überwachung der Netzwerke – dazu gehört unter anderem die IT-Basis-Infrastruktur, Server, Speichersysteme, Backups, Systemumgebungen, Betrieb von Applikation, Sicherheitssysteme, Installation und Konfiguration von Software, Fehleranalyse und Troubleshooting – in einem Unternehmen, das sind Aufgaben der Systemadministratoren. Sie arbeiten im Hintergrund, sind aber unverzichtbar, damit die IT im Unternehmen läuft. Dazu müssen die Netzwerke entsprechend der besonderen Unternehmensanforderungen konfiguriert, überwacht und gepflegt werden.