Revisionsarbeiten

Atomkraftwerk Leibstadt geht für sechs Wochen vom Netz

sda

Von sda

Mo, 29. Juni 2020 um 09:36 Uhr

Aargau

Das Aargauer Atomkraftwerk an der Grenze zu Deutschland holt seine Jahreshauptrevision nach. Dies dauert sechs Wochen. Coronabedingt wurden die Arbeiten verschoben.

Das Atomkraftwerk Leibstadt im Kanton Aargau geht am 29. Juni für die sechs Wochen dauernde Jahreshauptrevision vom Netz. Wegen der Corona-Pandemie waren die Revisionsarbeiten um zwei Monate verschoben worden. Während der Revision werden im Reaktorkern 136 der insgesamt 648 Brennelemente ersetzt, wie die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) den Medien mitteilte.

Alle Brennelemente werden einer Inspektion unterzogen. Weitere Schwerpunkte der Revision sind Instandhaltungsarbeiten sowie wiederkehrende Prüfungen an Systemen und Komponenten. Hinzu kommen einzelne Erneuerungsarbeiten an Leittechnik und Steuerungssystemen. Wegen der Corona-Situation sind die geplanten Arbeiten gestrafft worden. Der zeit- und personalintensive Austausch des Turbinenkondensators im Maschinenhaus wird nach Angaben der KKL im kommenden Jahr vorgenommen.

800 externe Fachkräfte

Während der am Montag beginnenden Jahresrevision werden 800 externe Fachkräfte eingesetzt. Von ihnen sollen maximal etwa 450 gleichzeitig auf dem Kraftwerksareal anwesend sein. Zudem würden strenge Distanzregeln und Schutzmaßnahmen umgesetzt, hält die KKL fest.

Im vergangenen Produktionszyklus seit dem 3. Juli 2019 hat das AKW Leibstadt mehr als 10 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Dies entspricht einem Sechstel des jährlichen Stromverbrauchs der Schweiz. Das AKW an der Rheingrenze zu Deutschland ist seit 1984 in Betrieb.

Mehr zum Thema: