Kandern-Sitzenkirch

Die abgebrannte Langenebene-Hütte wird wieder aufgebaut

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Sa, 20. Februar 2021 um 13:04 Uhr

Kandern

Vor knapp einem Jahr fiel die Langenebene-Hütte in Kandern Brandstiftung zum Opfer. Viele Helfer ermöglichen nun Wiederaufbau. Der Standort muss um 22 Meter verschoben werden.

Die Langenebene-Hütte, die im März 2020 einer Brandstiftung zum Opfer fiel – der oder die Täter sind bis heute nicht gefasst –, wird in Kürze wieder aufgebaut. "Die Helfer stehen Gewehr bei Fuß", freute sich Bürgermeisterin Simone Penner am Donnerstag im Technischen Ausschuss, dass großes ehrenamtliches Engagement den Wiederaufbau möglich macht. "Es liegen auch viele Zusagen für Sachspenden vor", ergänzte sie.

Das Vorhaben im Gewann Laubrain im Wald oberhalb von Sitzenkirch liege zwar im Außenbereich, sei aber privilegiert, weil die Hütte nicht nur einem eingeschränkten Personenkreis, sondern der Allgemeinheit zur Erholung diene, führte die Bürgermeisterin aus. So nutzen Wanderer auf dem Westweg die Schutzhütte ebenso wie Spaziergänger, Forstarbeiter oder der Ortschaftsrat Sitzenkirch, der dort Brennholzversteigerungen abhält.

Allerdings: Aus dem Bauantrag ging hervor, dass die neue Hütte nicht exakt da stehen wird, wo sich die alte, 1938 errichtete Holzkonstruktion befand. Der alte Standort direkt in der Gabelung, die Vogelbacher Weg und Schlossweg bilden, liegt nämlich auf Staatsforstgelände. Hier wäre der Unterhalt künftig schwierig geworden, auch eine neue Genehmigung für eine Hütte wäre fraglich oder zumindest langwierig gewesen. Jetzt soll sie am Schlossweg auf einem städtischen Waldgrundstück gegenüber dem alten Standort errichtet werden, der von der Weggabelung 22 Meter entfernt ist.

Forst unterstützt das Vorhaben

Johann Albrecht und Günter Lenke hätten die neue Hütte lieber am angestammten Ort gesehen. "Der war, auch von der Optik her, einfach ideal", meinte Albrecht. Lenke wollte nicht so recht einleuchten, warum eine Neuerrichtung am alten Ort ausscheidet. Auf Nachfrage von Max Sütterlin versicherte Simone Penner aber, dass eine standorttreue schnelle Lösung nicht zu erreichen gewesen sei. Der Forst unterstütze das Vorhaben aber mit einer größeren Holzlieferung.

Die 5,40 Meter lange und 4,40 Meter breite neue Hütte erhält ein Satteldach mit 40 Grad Neigung und einen Kamin, so dass sie auch beheizt werden kann.