Alle Wetter, der März

Ilse Jaehner

Von Ilse Jaehner

Mo, 15. März 2021

Haus & Garten

IM NUTZGARTEN: Gemüse und Gehölze kommen jetzt wieder in den Blick.

Wer allerlei Gemüsearten in seinem Garten anbaut, richtet sich sicherheitshalber im März nach dem Wetter. Bevor man auf Beete im Freien sät, muss die Erde genügend abtrocknen und sich ausreichend erwärmen.

Ist das geschehen, sind als erste Kandidaten dran: Spinat, Blattstielgemüse, Schnittsalat, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Radieschen, Rettiche, Möhren, Speiserüben und Zwiebeln. Man steckt Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen und pflanzt mehrjährige Gewürzkräuter. Alle Saaten und Pflanzungen sind gegen ungünstige Witterungseinflüsse mit Vlies oder Folie zu schützen.

Wer über Frühbeet oder Kleingewächshaus verfügt, kann freier planen. Vorgezogen für späteres Pflanzen werden Kopfsalat, Kohlrabi, Butterkohl, Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli, frühe Kopfkohlsorten, Porree, Sellerie. Komfortabel und sicher ist natürlich auch, sich Setzlinge im Handel und in Gärtnereien zu besorgen. Wenn die Wetteraussichten günstig sind, kann Ende März auch an möglichst vorgekeimte Kartoffeln gedacht werden.

Im Bereich von Obstbäumen und Beerensträuchern erledigt man zuerst Schnittmaßnamen, zu denen eventuell bisher Gelegenheit und Zeit fehlten. Bis Ende des Monats muss das erledigt sein. Noch ist bei voraussichtlich starkem Blütenbesatz Zeit für eine Düngung, danach die Erde um die Gehölze vorsichtig zu lockern. Bei schon etwas älteren Bäumen in Grasland, deren Triebwachstum gefördert werden muss, bohrt man mit einer Eisenstange im Kronenbereich mehrere Löcher zur Düngeranwendung.

Der Monat ist Pflanzzeit für praktisch alle Obstarten. Vorrangig gepflanzt werden Beerenobststräucher sowie Pfirsiche und Aprikosen. Es folgen Stein- und Kernobstarten. Schlusslichter sind Wein und Kiwi, deren Pflanzung bis April oder gar Mai zurückgestellt wird. Beste Plätze für sie: Vor Südmauern oder an besonnten Pergolen für Laubengänge.

Man kümmert sich ums Erdbeerbeet, lockert die Erde zwischen den Reihen, entfernt Unkraut und verteilt Kompost.

Wo regelmäßig etwa Raupen von Knospenwicklern oder Frostspannern auftreten und Blüten sowie erste zarte Blättchen gefährden, ist eventuell eine auf Rapsöl basierende Austriebspritzung im Stadium des Knospenschwellens ratsam.