Neustart auf 1165 Metern Höhe

Am Hochblauenhaus öffnet am Samstag ein Kiosk

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Mi, 30. Dezember 2020 um 16:03 Uhr

Schliengen

Hasan Alaca hat die Anteile an der Immobilie auf dem Markgräfler Hausberg von Volker Kirsch übernommen und will baldmöglichst mit einem Geschäftspartner Hotel und Restaurant betreiben.

Es hat sich was getan auf dem Hochblauen und es soll sich noch etwas tun: Hasan Alaca, bislang Miteigentümer des dort gelegenen Blauenhauses mit Hotel und Restaurant ist nun nach eigenen Angaben der alleinige Eigentümer der besonderen Immobilie auf 1165 Metern über dem Meer. Und sobald es die Coronaregeln wieder zulassen sollen Hotel und Restaurant wieder öffnen. Schon ab Samstag, 2. Januar, öffnet ein Kiosk mit einem To-go-Angebot.

Verworrene Vorgeschichte

Bereits am 11. Juni 2015 habe er das Berghaus auf dem Hochblauen gekauft, erklärt Hasan Alaca im Gespräch. Bis zum 30. April 2019 sollte das Geld – über dessen Summe nichts bekannt ist – überwiesen werden. Stattdessen aber einigten sich Vorbesitzer Volker Kirsch und Alaca auf eine Teilinhaberschaft von 50 zu 50. Der Vertrag verzögerte sich und Alaca fürchtete um seine getätigten Investitionen in dem zuvor recht heruntergekommenen Haus. "Wir waren enge Freunde", sagt Alaca über Kirsch. Diese Freundschaft scheint jedoch gelitten zu haben. Der Berliner Architekt Volker Kirsch war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Appell an Bürgermeister, mitzuhelfen

Man habe, so Alaca, die Konzession für das Restaurant und das Hotel bekommen. Wie viel Alaca an Kirsch bezahlte, will dieser nicht öffentlich machen. Nur soviel: Die Finanzierung sei nur durch das Engagement der Finanzkanzlei Südbaden und der Sparkasse Wiesental gelungen, hebt Alaca hervor. Beide hätten dem Risiko und der Pandemie getrotzt. Sein Appell an die Bürgermeister, die Anrainer des Hochblauens sind, zielt auf deren Mithilfe. Der Blauengipfel liegt im Grenzgebiet zwischen den Gemarkungen Malsburg-Marzell, Schliengen und Badenweiler. Der Blauen sei, darin seien sich alle einig, ein Aushängeschild für die Region. Um dem gerecht zu werden, gebe es mehrere Themen, die angegangen werden müssten: Stichworte seien die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie die Gestaltung des Wende- beziehungsweise Parkplatzes. Wasser bezieht das Blauenhaus bislang aus einer eigenen Quelle, deren Schüttung ist jedoch in niederschlagsarmen Sommern sehr gering. Bereits mehrmals musste mit großem Aufwand Wasser auf den Hochblauen gefahren werden.

Neuer Partner für Gastronomie und Hotel

Zwischenzeitlich war das Berghaus an Alacas Sohn Ferhat sowie zwei weitere Personen verpachtet. In dieser Zeit habe es jedoch Probleme gegeben. Das Hotel und das Restaurant will Hasan Alaca deshalb künftig zusammen mit Umut Dülger betreiben. Mit dem Istanbuler Geschäftsmann hat er dazu eine Firma gegründet.