Fall Maria L.

Ankläger über Hussein K.: "Ein Verhalten – von Lügen geprägt"

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Fr, 09. März 2018 um 20:27 Uhr

Südwest

BZ-Plus Im Mordprozess gegen Hussein K. haben vor dem Landgericht Freiburg die Plädoyers begonnen. Die Anklage verlangte am Freitag die Höchststrafe. Am Montag ist die Verteidigung am Zug.

Der Angeklagte zeigt auch jetzt keine Regung. Manchmal gähnt Hussein K., dann scheint er zu dösen. Als wolle er seinen Ankläger und anderen Beteiligten hier im Gerichtssaal deren Eindruck bestätigen. "Fehlende Empathie", "emotionale Kälte", "hochgradige Fokussierung auf die eigenen Interessen", "keine Lernfähigkeit", "für die Allgemeinheit gefährlich" – so begründet sein Gegenüber, warum er diesen jungen Mann auf Jahrzehnte hinter Gittern sehen will.

Sein Gegenüber – das ist Oberstaatsanwalt Eckart Berger. Er steht an einem Pult, das er auf seinen Tisch gestellt hat, und nähert sich dem Ende eines gut dreistündigen Vortrags. Ausführlich hat er Gutachter zitiert, die in diesem seit einem halben Jahr im ...

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