Interview

"Antisemitismus reicht bis in die Mitte unserer Gesellschaft"

Sebastian Kaiser

Von Sebastian Kaiser

Do, 28. Mai 2020 um 19:51 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Judenfeindliche Stereotypen, aber auch Vergleiche von Kritikern der Corona-Politik mit NS-Opfern: Was steckt hinter den antisemitischen Entgleisungen bei den Corona-Protesten?

Demonstranten, die nachempfundene "Judensterne" tragen oder Plakate mit der Aufschrift "Impfen macht frei". Immer wieder kommt es bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu antisemitischen Entgleisungen – wie zuletzt auch in Offenburg. Sebastian Kaiser hat darüber mit Daniel Poensgen vom Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) gesprochen.

BZ: Herr Poensgen, welche Rolle spielt das Thema Antisemitismus bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen?

Poensgen: Das Protestgeschehen ist in Deutschland unübersichtlich, weil es sehr viele, auch kleinere Demonstrationen gibt. Deshalb lässt es sich auch nicht in Zahlen ausdrücken, wie ausgeprägt dabei antisemitisches Gedankengut ist. Es lassen sich aber Grundmuster feststellen. Verschwörungsmythen spielen bei vielen Protesten eine große Rolle. Die sind zwar nicht immer ausdrücklich ...

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