Streitfall Technocentre

Atomkraftgegner warnen vor nuklearer Müllkippe in Fessenheim

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Mo, 10. August 2020 um 14:45 Uhr

Südwest

BZ-Plus Auf dem Gelände des einstigen Akw Fessenheim sollen nukleare Reststoffe weiterverarbeitet werden. Das plant der Betreiber EDF. Dagegen werden in Frankreich und Deutschland Proteste laut.

Fessenheim ist der Auftakt eines gigantischen Abrissprozesses, den Frankreich in den kommenden Jahrzehnten angehen muss. Ein Dutzend Reaktoren wird nach der Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim bis 2035 stillgelegt werden. Ziel ist es, den Anteil des Atomstroms am Energiemix zu senken.

In Fessenheim könnte Electricité de France (EDF) nach der Stilllegung des Akw deshalb ein nukleares Reststoffverarbeitungszentrum – die EDF spricht von einem "Technocentre" – bauen. Metall aus stillgelegten Reaktoren soll dort zur Weiterverwertung eingeschmolzen werden.
Hintergrund: Werden in Fessenheim künftig alte Akw-Generatoren aus ganz Europa zerlegt? (März 2019)
Entsteht in Fessenheim die größte nukleare Müllkippe Europas?
Französische Akw-Gegner wollen das Technocentre allerdings verhindern. Aber auch die Deutschen sind dagegen, nicht nur die Umweltverbände, auch die Politik. Der Streit um die Schmelzanlage könnte so dem grenzüberschreitenden Zukunftsprozess für Fessenheim einen gehörigen Kratzer zufügen. So fürchtet man im Freiburger Regierungspräsidium, das in der Sache die baden-württembergische Landesregierung vertritt, einen Imageschaden für das Zukunftsprojekt Fessenheim. Statt an Themen wie Innovation und umweltfreundliche Technologien wäre es dann an das Recycling von radioaktiven – wenn auch schwach radioaktiven – Abfällen gekoppelt. Der französische Aktivist und Physiker Jean-Marie Brom von Réseau sortir du ...

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