Neues Ziel

Aus der "IG Pro Steg" in Rheinfelden/Schweiz soll "Pro Stromgeschichte" werden

Valentin Zumsteg

Von Valentin Zumsteg

Mo, 22. November 2021 um 10:58 Uhr

Rheinfelden / Schweiz

Nach dem Ende des Rheinsteg-Projekts will sich die Gruppe an der Realisierung einer Plattform im Schweizer Rheinfelden beteiligen. Diese befindet sich bereits im Bau.

Vor zwei Jahren haben die Schweizer Rheinfelder an der Urne den Kredit für einen neuen Rheinsteg abgelehnt und damit dem neuen Übergang den Todesstoß versetzt. "Mit dem Nein zum Steg im Oktober 2019 hat sich unser Vereinsziel faktisch aufgelöst", hält Peter Scholer, Präsident der IG "Pro Steg", fest. Diese Interessengruppe, die aktuell rund 50 Mitglieder zählt, kämpfte an vorderster Front für eine neue Fußgänger- und Velobrücke über die Landesgrenze. "Nach dem Aus für den Steg-Bau hat sich unser Fokus auf die Erstellung einer Plattform gerichtet", erklärt Scholer.

Die geplante Plattform bei der Rheinlust soll daran erinnern, dass in Rheinfelden die Wiege des europäischen Stromverbundnetzes liegt. Hier erfolgte 1904 die Verknüpfung der beiden Stromnetze von Rheinfelden und Beznau – eine Pioniertat. "Eigentlich waren die Rheinfelder Strompioniere damals schon Klimapioniere", findet Peter Scholer.

Einweihung soll im Frühjahr stattfinden

Er freut sich auf die neue Plattform, auf der Informationen zu den damaligen Pioniertaten zu finden sein sollen. Der Spatenstich konnte im Sommer 2021 begangen werden. Peter Scholer geht davon aus, dass im ersten Quartal 2022 die Einweihung des begehbaren Denkmals stattfinden wird. Bauherrin ist die Stadt Rheinfelden/Schweiz.

Die Einwohnergemeinde hat für die Plattform 160.000 Franken bewilligt, doch das reicht nicht, um die Plattform im Sinne von "Pro Steg" auszubauen. Deshalb muss der Verein dafür sorgen, einen Teil mit Sponsorengeldern selbst zu finanzieren. Ursprünglich sollten es 70.000 Franken sein, doch mittlerweile werden 130.000 Franken gebraucht, wie Peter Scholer erklärt.

40.000 Franken fehlen der IG noch

Ein Vereinsmitglied hat den fehlenden Betrag vorgeschossen, derzeit werden weitere Sponsoren gesucht. "40.000 Franken fehlen noch", erklärt Scholer. Da der Steg von den Stimmbürgern abgelehnt wurde und die IG damit ihren bisherigen Hauptzweck verloren hat, stellt sich die Frage, wie es mit dem Verein weitergehen soll. Erste Ideen gibt es dazu bereits: Laut Scholer soll die "IG Pro Steg" in absehbarer Zeit aufgelöst respektive in Richtung "Pro Stromgeschichte" umgewandelt werden".