Illegaler Goldabbau

Der Schatz der Mongolen

Michael Billig

Von Michael Billig

Mi, 12. Oktober 2011

Ausland

Der 40-jährige Khurelbaatar bestreitet seinen Lebensunterhalt in einer illegalen Goldmine.

In dieser Schale liegt die Hoffnung eines ganzen Volkes. Khurelbaatar dreht und kippt das kleine Gefäß, beguckt es aus verschiedenen Winkeln. Es scheint leer zu sein, was aber nicht zu dem Gesichtsausdruck des Mongolen passt. Im Licht der Sonne zeigt sich, warum der 40-Jährige so diebisch grinst: Gold, fein wie Staub funkelt aus der Schüssel. Es stammt aus der Erde, auf der Khurelbaatar steht.

Im Erdreich der Mongolei schlummern Tausende Tonnen des begehrten Edelmetalls. Daneben lagern unvorstellbar große Mengen Kupfer und Kohle. Der zentralasiatische Staat befindet sich in einem Rohstoffrausch. Der Boom lockt internationale Konzerne und ausländische Staatsgäste wie Angela Merkel an. Die Bundeskanzlerin wird heute in der Hauptstadt Ulaanbaatar erwartet. Die Mongolen indes fürchten, dass sie von den Schätzen ihrer Heimat nicht profitieren. Männer wie Khurelbaatar haben ...

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