Vatikan

Papst nominiert chilenischen Bischofdem der Missbrauchsfällen vertuscht haben soll

Julius Müller-Meiningen

Von Julius Müller-Meiningen

Do, 17. Dezember 2015

Ausland

Juan Barros soll in Santiago de Chile Mißbrauchsfälle vertuscht haben. Jetzt hat Papst Franziskus ihn als Bischof nominiert.

Wie ein rot strahlender Leuchtturm steht der Glockenturm der Kirche Sagrado Corazón de Jesús im Nobelviertel der chilenischen Hauptstadt Santiago. El Bosque, der Wald, heißt die Gegend, in dem die chilenische High Society in den Jahren der Militärdiktatur von Augusto Pinochet lebte. Wie viele andere besuchte damals auch der junge Bankierssohn Juan Carlos Cruz die Pfarrei und ihren über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Priester Fernando Karadima. Inzwischen lebt Cruz in Philadelphia, er kann gar nicht weit genug von diesem Ort des Schreckens entfernt sein. Denn Karadima, der von der damaligen chilenischen Nomenklatura verehrte Pfarrer, hatte ihn jahrelang sexuell missbraucht.

Der Fall Karadima kam 2010 ans Licht, als neben Cruz auch zwei weitere Opfer des Priesters mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit gingen. Der Vatikan suspendierte den heute 85 Jahre alten Mann ein Jahr später von seinem Amt, strafrechtlich waren seine Taten aus den 80er-Jahren verjährt. Aber die Affäre, die in Chile immer noch nicht ganz aufgeklärt ist, setzt auch Papst Franziskus in ein zweifelhaftes Licht. Cruz, inzwischen 51 Jahre alt und Kommunikationschef eines amerikanischen Chemiekonzerns, behauptet, Papst Franziskus stehe trotz ...

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