Auswahlkriterien stehen

Volker Münch

Von Volker Münch

Mi, 17. Februar 2021

Müllheim

Grundstücksvergabe im Müllheimer Baugebiet "Am langen Rain".

(mps). Die Auswahlkriterien, mit denen der Müllheimer Gemeinderat und die Stadtverwaltung die Bewerbungen von Investoren und Bauherren zur Vergabe der Grundstücke im neuen Baugebiet "Am langen Rain" bewerten werden, stehen fest. Nun hat der Gemeinderat auch die Besetzung des zuständigen Bewertungsgremiums festgelegt.

Die verschiedenen Baubereiche im neuen Baugebiet "Am langen Rain" sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, je nachdem, wie anspruchsvoll die Vorgaben für die Bebauung ausfallen können. Um Einfluss auf die Gestaltung – auf die städtebaulichen Aspekte wie auch auf die Architektur – nehmen zu können, wurde nun ein Bewertungsgremium berufen.

In dem Bereich, wo Investoren bezahlbaren Wohnraum schaffen sollen (Kategorie IV), soll das Bewertungsgremium die entsprechenden Kriterien anhand eines Punktesystems prüfen und in einem Vergabeverfahren eine Rangfolge der Vorhabenträger festlegen. Geprüft werden Kriterien wie ein günstiger Mietpreis (60 Punkte), der Grad der Gemeinnützigkeit und Mieterorientierung (10 Punkte) und die Rückanmietungsmöglichkeit der Stadt (10 Punkte). Die architektonische und die städtebauliche Qualität geht mit maximal 20 Punkten in die Bewertung ein. Unter städtebaulicher Qualität finden sich Kriterien wie das Einfügen in die Struktur des Baugebietes, der Umgang mit der angrenzenden Landesstraße, die Qualität der Erschließung und Anordnung, die Unterbringung der Stellplätze und die Qualität der Freiraumplanung.

Unter der architektonischen Qualität werden Kriterien wie Grundrissvariabilität, das Spektrum an Wohnungsgrößen, deren Ausstattung, die Barrierefreiheit, der Freiraumbezug und die Fassadengestaltung untersucht und bewertet. Bei den Reihenhausgrundstücken – sie bilden die Kategorie II – geht es neben dem Verkaufspreis (80 Punkte) ebenfalls um die architektonische Qualität, die mit maximal 20 Punkten zur Entscheidung des Bewertungsgremiums beiträgt. Hier spielen die Individualität der Fassadengestaltung, die Grundrissvariabilität, die Barrierefreiheit, die Abstell- und Spielflächen wie auch der Freiraumbezug und der Schutz der Privatsphäre die entscheidende Rolle.

Das Gremium ist mit fünf Fachleuten aus der Verwaltung und mit vier Gemeinderatsmitgliedern (Friedrich Schneider, Michael Deiß, Dora Pfeifer-Suger und Elisabeth Ranft-Sichler) besetzt. Bürgermeister Martin Löffler wird auf eigenen Wunsch dem Bewertungsgremium nicht angehören.