Corona-Krise

Baden-Württemberg verlängert Finanzhilfen für Gastronomen

Roland Muschel

Von Roland Muschel

Mo, 16. November 2020 um 21:20 Uhr

Wirtschaft

Restaurants und Hotels erhalten über den November hinaus finanzielle Unterstützung vom Land. Die Landesregierung will die Antragsfrist für die Stabilisierungshilfe verlängern.

Von der Corona-Krise betroffene Restaurants und Hotels erhalten über den November hinaus finanzielle Unterstützung vom Land. Die grün-schwarze Regierung will an diesem Dienstag die Antragsfrist für die sogenannte Stabilisierungshilfe für das Hotel- und Gaststättengewerbe bis 15. Dezember verlängern. Das geht aus einer Kabinettsvorlage von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hervor, die der BZ vorliegt. Eigentlich sollte die Antragsfrist am 20. November enden.

Die Verlängerung gilt als Formsache, da der grüne Koalitionspartner Zustimmung signalisiert. "Indem wir die Stabilisierungshilfe des Landes in den Dezember hinein verlängern, erhalten Hotels und Gaststätten eine wichtige Planungssicherheit insbesondere für die sonst umsatzstarke Zeit mit Weihnachtsfeiern und Festessen", sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz der BZ.

2350 Anträge mit knapp 51 Millionen Euro bewilligt

Im Frühsommer hatte die Landesregierung Corona-Hilfen für die Gastronomie in Höhe von 330 Millionen Euro beschlossen. Bis 10. November sind laut Kabinettsvorlage rund 6550 Anträge mit einem Volumen von insgesamt 142 Millionen Euro eingereicht worden. Die zuständige L-Bank hat davon bisher 2350 Anträge mit insgesamt knapp 51 Millionen Euro bewilligt und 479 Anträge (rund 10 Millionen Euro) abgelehnt.

Durch die Verlängerung der Antragsfrist erwartet die Regierung keinen Anstieg der eingeplanten Gesamtsumme. Die Stabilisierungshilfe sollen Betriebe bekommen, deren Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb nicht ausreichen, um die betrieblichen Ausgaben, wie Mieten und Personalkosten, zu decken.