Großherzogs Denkmalfrevel

Bernd Michaelis

Von Bernd Michaelis

Do, 03. Juli 2008

Badenweiler

Nur noch wenige Spuren zeugen von einem monumentalen römischen Tempel in Badenweiler

BADENWEILER Hat Großherzog Friedrich I. von Baden (1852–1907) Denkmalfrevel begangen? Er hat. Hätte er nicht, stünde die evangelische Pauluskirche heute nicht an ihrem Platz und die Gemeinde Badenweiler wäre, neben der römischen Badruine, um eine weitere bedeutende Fundstelle reicher: die Grundmauern eines monumentalen römischen Tempels aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Christi Geburt.

Grabungsleiterin Gabriele Seitz vom Provinzialrömischen Institut der Universität Freiburg spricht, bezogen auf die frühen 1890er Jahre, in einem wissenschaftlichen Aufsatz von einem "planmäßig durchgeführten Abriss gewaltiger römischer Bausubstanz" in Sichtweite der 1784 zu Tage geförderten Römerthermen. Im Gespräch mit der BZ verdeutlichte sie, dass der Kurgemeinde damit, bis auf wenige Reste, ein bedeutendes Denkmal verloren gegangen sei, das zu einer für die Römer wichtigen Dreiheit gehörte: 1. die heilkräftige Quelle, 2. die Gottheit, die ...

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