Basel-Stadt verschärft die Maskenpflicht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 17. Oktober 2020

Basel

Die Basler Kantone verzeichnen "besorgniserregenden" Anstieg der Corona-Infektionen / 52 neue Fälle im Baselbiet.

(BZ). Die Corona-Befunde in den zwei Basler Kantonen steigen seit Anfang des Monats "besorgniserregend", heißt es in einer Mitteilung des Stadtkantons. Dessen Regierung hat darauf am Freitag mit einer Verschärfung der kantonalen Covid-19-Verordnung reagiert, auch Baselland hat diese Woche entsprechende Schritt angekündigt, aber noch nicht scharf gestellt. Basel-Stadt geht diesen Schritt nun.

Der Stadtkanton dehnt von Montag an die Maskenpflicht über Geschäfte und Einkaufszentren hinaus aus auf öffentlich zugängliche Innenräume. Für Schulen gilt künftig auf den Arealen und in Innenräumen ebenfalls eine grundsätzliche Maskenpflicht, auch für die bisher ausgenommenen unteren Klassenstufen. Zudem werden öffentliche und private Veranstaltungen auf maximal 50 Personen beschränkt, falls der Mindestabstand nicht eingehalten und keine Prävention möglich ist. In Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen wird der Betrieb ebenfalls weiter eingeschränkt und auf das Sitzplatzangebot beschränkt. Clubs, Diskotheken und Tanzlokale dürfen zudem nur noch maximal 300 Personen parallel empfangen.

Das Basler Gesundheitsdepartement meldete am Freitag 1548 positive Corona-Fälle für den Kanton seit Beginn der Pandemie; aktuell sind 186 aktive Fälle in Isolation und 859 Personen in Quarantäne. Die in der Schweiz relevante 14-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt bei 110 und damit deutlich über dem Richtwert von 60. Umgerechnet auf die hierzulande als Richtschnur gewählte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Lauf einer Woche, ergibt sich für den Stadtkanton ein Wert von rund 68, also eine Zahl, die über der kritischen Marke von 50 liegt.

Von den 186 aktiven Fällen müssen drei im Krankenhaus behandelt werden. Zudem werden sechs weitere Personen von außerhalb des Kantons in Basler Kliniken behandelt. Unter den 859 Menschen in Quarantäne befinden sich 505 Reiserückkehrer und 354 Kontaktpersonen von Infizierten. Seit dem 18. September verzeichnete der Stadtkanton 258 Neuinfektionen. Dabei konnten 36 Prozent (92 Fälle) bekannten oder vermuteten Ansteckungsquellen zugeordnet werden. Die meisten Personen haben sich in der Familie (17 Prozent) oder bei Treffen mit der Familie oder Freunden (sieben Prozent), in der Freizeit (16 Prozent), bei der Arbeit (15 Prozent) sowie im Flugzeug oder auf Reisen (14 Prozent) angesteckt. Vergangene Woche gab es neben dem Infektionsherd im Asylzentrum mehrere positive Fälle an Schulen.

Im Baselbiet sind sechs Prozent der Getesteten infiziert

Der Kanton Baselland verzeichnet seit Juni insgesamt 626 positive Testergebnisse von Personen mit Wohnsitz im Kanton. Knapp sechs Prozent der 1945 molekularen PCR-Tests, die in der Vorwochen durchgeführt wurden, waren positiv, heißt es in einer Mitteilung des Kantons. Aktuell befinden sich vier Personen mit Covid-19 im Krankenhaus. 167 positiv getestete Personen sind in Isolation, das sind 106 Personen mehr als vor einer Woche, in Quarantäne befinden sich 804 Personen, das sind 133 mehr als vor einer Woche. 450 Personen in Quarantäne sind Reiserückkehrende. Seit Beginn der Pandemie wurden im Baselbiet insgesamt 1506 positive Testergebnisse registriert, das sind 52 mehr als noch am Donnerstag. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 37 Verstorbenen. Die Anzahl Fälle der vergangenen 14 Tage pro 100 000 und Einwohner (14-Tage-Inzidenz) belief sich am Donnerstag auf 92,2 Neuansteckungen; die hierzulande relevante 7-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei rund 83 Infizierten pro 100 000 Einwohner.

Vergangene Woche wurden unter anderem beim Basketballclub Starwings Birsfelden vier Spieler und ein Trainer positiv auf das Coronavirus getestet. Auch in Schulen wurden vereinzelt Schüler und Lehrer positiv auf Corona getestet. Zudem wurde eine Betreuerin einer Behinderteninstitution positiv getestet.