Bei Blasmusik und neuem Wein passt alles zusammen

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Di, 15. Oktober 2019

Hohberg

Der Musikverein Diersburg bietet beim 52. Weinfest ein harmonisches Programm / Verschiedene Musikvereine präsentieren sich.

HOHBERG-DIERSBURG. Tolles Oktoberwetter mit frühlingshaften Temperaturen, in der herbstlich dekorierten Gemeindehalle gute Musik, neuer Wein und frischer Flammenkuchen – bei der 52. Auflage des vom Musikverein Diersburg initiierten Weinfestes hat am Wochenende alles zusammen gepasst.

Der Freiburger Kabarettist Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel hat mit seinem Programm "Zwischen Himmelreich und Höllental" am Samstagabend in der voll besetzten Gemeindehalle den kabarettistischen Auftakt gemacht. Nach einem nahtlosen Übergang in die dritte Diersburger Wein-Cocktailnacht herrschte in der Halle schon bald eine weinselige Stimmung, die von der Alex-Kunz-Band getragen wurde.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Blasmusik. Die Gemeindehalle war gut besetzt, als die Musikkapelle Elgersweier mit ihrem Dirigenten Dominique König das Konzert mit der Erkennungsmelodie des Zirkus Krone, "Salto mortale", eröffnet hat. Das Blasorchester aus dem drittgrößten Offenburger Stadtteil hat unter dem Motto "Von verträumt bis fetzig" anspruchsvolle Blasmusik präsentiert, in das die Solisten Stefan Berg (Gesang) und Karoline Kiefer (Querflöte) zusätzliche Glanzpunkte setzen konnten.

Mit dem Badner Lied als Zugabe überließen die Elgersweierer Musikanten nach weit über zwei Stunden die Tribüne der Gemeindehalle dem Blasorchester des Musikvereins Ottenheim. Unter dem musikalischem Leiter Roland Gutbrod schürten die Musikanten aus dem Ried mit der Böhmischen Polka "Ein Denkmal für die Blasmusik" von Michael Kuhn beim Publikum in der mittlerweile wieder voll besetzten Gemeindehalle die Erwartungen auf ein unterhaltsames und anspruchsvolles Weinfestkonzert. Mit einem breit gefächerten Repertoire von der traditionellen bis zur modernen Blasmusik wurden Dirigent und Musikanten ihrem Ruf als Top-Orchester gerecht. Ein besonderes Schmankerl hat Jonas Fertig mit seinen Trompeten-Soli geboten.

Den Schlusspart im Sonntagskonzert hat das Blasorchester des Musikvereins Zell-Weierbach unter Dirigent Johannes Kurz übernommen. Die Musikanten knüpften nahtlos an die anspruchsvollen Vorträge der übrigen Gastkapellen an.

Ein weiterer Glanzpunkt am Festsonntag war der Besuch der Gengenbacher Weinprinzessin Sophia Sester, die von den Festgästen in der Gemeindehalle mit viel Beifall empfangen wurde.

Den Abschluss bildete am Montag das traditionelle Handwerkervesper, das von der Burda-Kapelle und dem Kosakenchor der Diersburger Schräcksli-Zunft musikalisch begleitet worden ist. Am Abend hatten die Weinfestgäste Gelegenheit, zur Musik der Schwenninger Neckarbuam zu tanzen.