Zuzug oder Abwanderung

Forscher untersuchen die Entwicklung der Städte

Eva Wolfangel

Von Eva Wolfangel

Sa, 08. Juli 2017 um 00:01 Uhr

Bildung & Wissen

Die Metropolen wachsen, dagegen schrumpfen andere Städte: Wo früher Autos rasten, herrscht heute Strandleben. Wie Forscher die Zukunft des urbanen Lebens sehen.

Wir schreiben den 20. Juli 2037. Jonas checkt in seine Wohnung in Berlin Mitte ein. Er war lange nicht da, in der Zwischenzeit haben andere hier gewohnt: Die Manager teilen sich die Wohnung wie eine WG, nur dass sie nie gleichzeitig dort sind. Eigene Wohnungen leistet sich hier fast keiner mehr – wieso auch? Dank weitsichtiger Planung konnte Jonas die vergangenen Wochen zuhause arbeiten und die wertvolle Freizeit mit seiner Familie in München verbringen anstatt auf Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen.

Jetzt steht in der Firma des Finanzmanagers eine große Entscheidung über Investitionen in Millionenhöhe an. Das Unternehmen hat die Führungskräfte zum Meeting nach Berlin gerufen. Die Hemden, die Jonas nach dem letzten Meeting verschwitzt im Bad liegen ließ, hängen nun gewaschen und gebügelt im Schrank, im Kühlschrank das Essen für zwei Tage. Dann wird Jonas wieder nach München fliegen.

Was für uns eher futuristisch klingt, ist in Großstädten wie New York oder Tokio schon heute üblich. Doch solche Wohnformen werden als Folge ständig wachsender Städte auch bei uns kommen, glaubt Tim Freytag, Professor für Humangeographie an der Universität Freiburg: "Die Nachfrage nach temporären Wohnräumen wird weiter steigen." Die Prognosen sind eindeutig: Die großen deutschen Städte werden weiter wachsen, ...

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