Hintergrund

Brustkrebs ist häufigster Krebs bei Frauen

Katharina Meyer

Von Katharina Meyer

Di, 10. September 2019 um 20:29 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Brustkrebs ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. 70.000 Frauen erhalten hierzulande jährlich die Diagnose, wie aus Krebsregistern hervorgeht.

Einen Teil seines Schreckens zieht der Brustkrebs aus der Tatsache, dass er deutlich häufiger jüngere Frauen trifft als andere Krebsarten: Fast drei von zehn betroffenen Frauen sind jünger als 55 Jahre alt, wenn sie die Diagnose erhalten, wie der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg auf seiner Webseite schreibt. Trotzdem ist das Risiko, in den nächsten zehn Jahren zu erkranken, im Alter von 65 Jahren am höchsten – es betrifft eine von 27 Frauen. Auch Männer können Brustkrebs bekommen, wenn auch deutlich seltener – es gibt in Deutschland 650 Diagnosen pro Jahr.

Der Hormonspiegel spielt eine wichtige Rolle

Was verursacht Brustkrebs? Der Hormonspiegel spielt eine wichtige Rolle. So erhöht eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren das Brustkrebsrisiko langfristig, während Geburten und lange Stillzeiten das Risiko senken. Auch Übergewicht und Alkohol zählen laut KID zu den Risikofaktoren.

Die Mehrzahl der Tumoren in der Brust ist gutartig. Doch auch bösartige Tumoren, sogenannte Mammakarzinome, lassen sich heute oft besiegen. Wie lange und wie schwer der Kampf gegen den Brustkrebs ist, hängt unter anderem davon ab, ob die umgebenden Lymphknoten befallen sind oder sich bereits Metastasen gebildet haben. Der KID betont: Trotz gestiegener Fallzahlen sterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als noch vor zehn Jahren – auch dank besserer Therapien.

Eine wichtige Rolle spielt zudem die Früherkennung: Frauen ab 30 Jahren können sich einmal im Jahr beim Frauenarzt abtasten lassen, Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre eine – nicht unumstrittene – Mammographie machen. Bei Knoten in der Brust, neuen Unterschieden in Form und Größe der Brüste sowie Absonderungen aus der Brustwarze sollten Frauen einen Arzt konsultieren.