Bund fördert Kita-Bau mit 682 000 Euro

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 04. Februar 2021

Herbolzheim

Stadt Herbolzheim und Bauverein Breisgau freuen sich über Zuschuss für ihr gemeinsames Projekt.

(BZ). Freude bei der Stadt Herbolzheim und ihren Projektpartnern: Das gemeinsame Leuchtturmprojekt der Bauverein Breisgau eG und der Stadt Herbolzheim – der Kindergarten-Neubau im Fliederweg – wird mit 682 000 Euro aus dem Investitionsprogramm des Bundes "Kinderbetreuungsfinanzierung" gefördert. Diese erfreuliche Mitteilung kam am Dienstag vom Regierungspräsidium Freiburg.

Das bedeute nicht nur eine Erleichterung für die Bauverein Breisgau eG, betont die Stadt Herbolzheim tags darauf in einer Pressemitteilung, sondern entlaste auch den kommunalen Haushalt. Bei einer Begehung des Neubaus stießen Bürgermeister Thomas Gedemer und der Bauverein-Vorstandsvorsitzende Marc Ullrich am Mittwoch mit dem Geschäftsführer der Elztal Holzhaus GmbH, Stefan Göppert, auf den Geldsegen an.

Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte der Gemeinderat mit der Beauftragung der Bauverein Breisgau eG den Startschuss für ein besonderes Vorhaben gegeben: Ein Kindergarten in ökologischer Holzbauweise mit zusätzlich sechs barrierefreien Wohnungen im zweiten Obergeschoss sowie einem Mehrzweckraum für Veranstaltungen aller Generationen. Ab Herbst soll nun Leben einkehren in den fünfgruppigen Kindergarten am Fliederweg, der sowohl für Kinder unter wie auch über drei Jahren Plätze anbietet.

Das Projekt bedeutet mehr als eine bloße Entlastung der Betreuungssituation: Die angekündigte finanzielle Unterstützung aus dem Investitionsprogramm des Bundes wirkt sich auch auf die Mietzahlungen aus, diese aufgrund der Fördersumme geringer werden. Dies entlastet den ohnehin durch Corona angespannten Haushalt der Stadt, Bauherr ist die Bauverein Breisgau eG. Die Stadt wird Träger des Kindergartens und das Gebäude vom Bauverein Breisgau zurückmieten.

Das Projekt zeichne sich auch durch die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bauverein und Elztal Holzhaus GmbH aus, die den 1 500 Quadratmeter großen Neubau errichtet, betont die Stadt. Das Projekt zeichne nicht nur bauliche Raffinesse aus, sondern vor allem ein hoher ökologischer und wirtschaftlicher Standard. Die durchdachte Planung mache die Umsetzung umso einfacher, lobte Stefan Göppert die Vorarbeit des Bauvereins.

Als einen weiteren wichtigen Aspekt des Bauvorhabens nennen die Projektpartner die Regionalität. So kommt nicht nur das Holz aus dem Schwarzwald, sondern auch die Holzfaserprodukte für die Dämmung stammen aus Nebenprodukten Schwarzwälder Sägewerke. Darüber hinaus würden auch 90 Prozent der Folgegewerke aus der Region erfolgen.

Weil sowohl der Gemeinderat als auch die Leitungen der städtischen Kitas von Anfang an mit einbezogen waren, sei eine Planung entstanden, die die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven einbeziehe, betont die Stadtverwaltung. Dass im späteren Außengelände auch die großen Bäume erhalten werden konnten, mache die Sache rund.

"Dieses Projekt wird prägend sein für das Stadtbild", betont Marc Ullrich. Bei erwarteten Gesamtkosten von fast sechs Millionen Euro stellen die zugesagten 682 000 Euro einen willkommenen Zuschuss dar. Der Bauvereins-Vorsitzende hofft aber auch, dass das Förderprogramm 2022 zur Schaffung sozialer Infrastruktur erneut aufgelegt wird, um die frühkindliche Erziehung weiter zu fördern. "Wir müssen bei den Kleinsten beginnen", bekräftigt Bürgermeister Thomas Gedemer. Investitionen in und für die Familien sei ohnehin ein großes Anliegen der Stadt.