30 Minuten Achterbahn

BZ-Gewinner fahren zehn Runden mit der Blue Fire im Europa-Park

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 19. August 2019 um 09:59 Uhr

Rust

20 BZ-Leser hatten bei einer Aktion zum Tag der Achterbahn am 16. August die Gelegenheit, gleich eine halbe Stunde lang mit ihr zu fahren. Mit im Zug saß auch BZ-Volontärin Tamara Keller und schildert ihre Eindrücke.

Sie beschleunigt in zweieinhalb Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer, lässt die Fahrgäste in einem 32 Meter hohen Looping kopfstehen und wirbelt sie in gleich drei Schrauben mehrmals um die eigene Achse: Die Achterbahn Blue Fire im Europa-Park ist ein Highlight für Adrenalinjunkies.

"Ich sitze in Zug Nummer eins des Blue Fire Megacoaster. Vor mir sehe ich nur in die Höhe ragende Arme der Mitfahrer in den neun weiteren Doppelsitzreihen. Es geht in den Looping. Während die erste Reihe schon nicht mehr kopfüber hängt, bin ich gerade am höchsten Punkt. Dann in die Doppelschraube, hoch, runter, hoch, runter, extreme Seitenlage. Dann spüre ich, wie uns das Tempo genommen wird. Wir fahren gemächlich in den Bahnhof ein.

Bei den kurzen Stopps im Bahnhof kann man aussteigen

"Einer geht noch, einer geht noch rein", singt die Gruppe schon, bevor wir wieder am Startpunkt angekommen sind. Die Stimmung im Zug ist gut. Die erste von zehn Fahrten liegt hinter mir. Ich bin mir nicht sicher, ob ich zehn Fahrten nacheinander wirklich schaffe.

Klar, ich kann bei den kurzen Stopps im Bahnhof aussteigen, später wieder zusteigen, oder wie die anderen auch den Platz im Zug wechseln. Ich arbeite mich von Fahrt zu Fahrt nach vorne und nehme mir fest vor, nicht aufzugeben, zehn Runden durchzustehen. Es macht schon einen Unterschied, an welcher Stelle im Zug man sitzt.

Ich beginne in der Mitte: Ein guter Start. Beim Start schießt die Blue Fire ziemlich schnell in die Luft, gleich am ersten höchsten Punkt, kommt es mir so vor, als würde der Wagen – mit jeder Reihe, die ich weiter vor wandere – länger in der Luft stehen. Nur in der ersten Reihe nicht: Da geht alles ganz schnell und ich spüre nur den Fahrtwind im Gesicht.

Ab Runde neun sind die Arme die ganze Fahrt über ausgestreckt

Nach Runde drei ist für mich klar: Die Zehn, die packe ich locker. Bei der ersten Fahrt war der Puls noch hoch, ich spürte ein Ziehen in der Magengrube. Bei Runde vier recke ich dann erstmals meine Hände beim Looping in die Höhe. In Runde sieben traue ich mich das auch bei der Schraube, vor der ich vor dem ersten Start den größten Respekt hatte. Ab Runde neun sind meine Arme die ganze Fahrt ausgestreckt. Alle jubeln, als warteten sie in Ekstase. Im Sitz schleudert es mich auf und ab und hin und her – die Sicherung sitzt und vielleicht sollte ich auf Achterbahnen doch einfach häufiger mal loslassen. Dann geht es in Runde zehn und schon ist es auch vorbei."