CDU: Land soll auf Wasserstoff setzen

Roland Muschel

Von Roland Muschel

Do, 16. September 2021

Südwest

Positionspapier zu Mobilität.

. Baden-Württemberg soll nach dem Willen der CDU-Landtagsfraktion Technologieführer bei den Themen Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe, Batterietechnologie und Smart City werden. Das geht aus einem von Fraktionschef Manuel Hagel initiierten Positionspapier hervor, das die CDU auf ihrer Fraktionsklausur beschlossen hat und das am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Bei der Tagung waren auch externe Experten wie der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, Stefan Reindl, und Porsche-Vorstandsmitglied Michael Steiner zu Gast.

In ihrem Positionspapier fordert die CDU unter anderem eine Transportstrategie des Landes für Wasserstoff und vom Bund, dafür "baldmöglichst" einen sicheren Rechtsrahmen zu schaffen. Denn auf dem Weg zu mehr CO2-Neutralität von Industrie und Verkehr benötige Baden-Württemberg "große Mengen an regenerativ erzeugtem Wasserstoff". Die Bundesregierung müsse daher "schnell" langfristige Lieferbeziehungen innerhalb der EU und mit EU-Nachbarstaaten organisieren. Auch im Land solle die Technologie aktiv vorangetrieben werden. "Wir brauchen in Baden-Württemberg Elektrolyseanlagen, um die Möglichkeiten für den Markt verstärkt zu aktivieren", heißt es in dem Papier weiter.

Baden-Württemberg in Europa als Wasserstoff-Leitregion

"Baden-Württemberg muss auch in Zukunft Mobilitätsland sein. Dabei setzen wir als CDU-Fraktion auf einen Mobilitätsmix, bei dem Wasserstoff ein wichtiger Baustein ist. Klimaschutz hat für uns Top-Priorität", sagte Hagel dieser Zeitung. Die Dekarbonisierung sei die große Zukunftsherausforderung der jetzigen Generation. Baden-Württemberg habe, etwa mit der Roadmap Wasserstoff, bereits wichtige Grundsteine gelegt, um "Wasserstoff-Leitregion in Europa" zu werden. Bei dem Thema dürfe man aber nicht nachlassen, begründete er das Impulspapier.

Eine zentrale Aufgabe der nächsten Monate werde es sein, Baden-Württemberg umfassend an das europaweite Wasserstoff-Backbone-Netz anzuschließen, sagte der CDU-Wirtschaftsexperte Winfried Mack. Zugleich wolle man den Ausbau der erforderlichen Tankstellen-Infrastruktur forcieren, kündigte der mittelstandspolitische Sprecher der Fraktion, Tobias Vogt, an.