"Wir können den Datenberg jetzt angreifen"

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Fr, 10. Dezember 2010

Computer & Medien

BZ-INTERVIEW: Die Publizistin Mercedes Bunz über Wikileaks, die Presse und den neuen digitalen Journalismus.

Seit über die Presse und das Internetportal Wikileaks der Mailverkehr zwischen der US-Regierung und ihren Botschaften publik gemacht wird, wird gefragt: Ist es richtig, was Wikileaks macht? Welche Rolle spielt der jetzt verhaftete Gründer Julian Assange? Mercedes Bunz hat über die Geschichte des Internets promoviert, war in Berlin Redakteurin der Magazine "debug" und "Zitty" sowie Online-Chefin beim "Tagesspiegel". Danach ging sie nach London zur Medien-Redaktion des "Guardian", der Zeitung, die in Großbritannien die Wikileaks-Dokumente veröffentlicht. Mit ihr sprach Thomas Steiner.

BZ: Frau Bunz, seit der Verhaftung von Julian Assange gibt es im Internet viele Solidaritätserklärungen. Ist der Wikileaks-Gründer in der Netzgemeinde ein Held?
Mercedes Bunz: Er ist in der Netzgemeinde genauso umstritten wie in der restlichen Welt auch. Das Problem ist, dass man zwischen Wikileaks und der Person Assange trennen muss. Die Tendenz ist im Moment, über Wikileaks zu sprechen, indem man das Gesicht, das für Wikileaks steht, und Wikileaks selbst in eins drängt. Wenn man mich fragt, ob ich Wikileaks gut finde, sage ich ja. Wenn man mich fragt, ob ich Julian Assange gut finde, muss ich sagen, im Moment ist er mir nach den Porträts, die über ihn zu lesen waren, nicht ...

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