Corona-Pandemie trifft das Rainbow House hart

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 09. Februar 2021

Schopfheim

Die Arbeit der Einrichtung in Uganda wurde bei der Online-Veranstaltung "Girls get equal!" der Friedrich-Naumann-Stiftung vorgestellt.

(BZ). Unter dem Slogan und mit der Forderung "Girls get equal!" (Mädchen werden gleichberechtigt) fand vergangene Woche eine Online-Veranstaltung zu Bildung und Gleichberechtigung in Zeiten der Corona-Pandemie statt, zu der die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung mit Sitz in Potsdam eingeladen hatte.

Mit Blick auf die aktuelle Situation in in den Ländern des Südens und Uganda sprachen Axel Berger, Stellvertretender Vorsitzender von Plan International, und Susanne Fink, Vorsitzende des Vereins "Rainbow House of Hope Uganda" mit Sitz in Schopfheim, über Projekte und neueste Entwicklungen. Wie in Deutschland seien in vielen Ländern des Südens und Uganda die Schulen derzeit geschlossen, und auch dort sei ein Zusammenkommen im Kreis vieler Personen momentan nicht möglich. Das Rainbow House, von dem Susanne Fink in ihrem Vortrag berichtete, treffe dieser Umstand in seiner Substanz.

Seit 1997 lebe das vor Ort von Michael Mwase geleitete Projekt davon, Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen einen geschützten Ort anzubieten. In den Projekten des Rainbow House erhalten sie eine Schulausbildung, Berufsausbildung, sexuelle Aufklärung, betreiben gemeinsam nachhaltige Landwirtschaft und musizieren und tanzen zusammen. Insbesondere Mädchen werde eine Schulausbildung noch immer häufig verwehrt. Mädchen seien die am wenigsten geschützte Personengruppe, gerade in Zeiten einer Krise, die – wie aktuell – die Schwachstellen eines Systems treffen.

Dabei könne sich die bisherige Erfolgsgeschichte des Rainbow House sehen lassen: Rund 200 junge Frauen haben demnach allein in den vergangenen fünf Jahren einen Schul- oder Berufsausbildungs-Abschluss erworben und seien in eine berufliche Selbstständigkeit gestartet. Zu Wort kam in der Online-Veranstaltung Esther Namitala, die 18 Jahre alt ist und die das Rainbow House in einem eingespielten Video als ihr eigentliches Elternhaus beschreibt. Sie erzählt, dass sie dort alles gelernt habe, was sie brauche, um heute Lehrerin für Rhetorik und Tanz zu sein und sich öffentlich weit über das Rainbow House hinaus als Rednerin für Frauenrechte einzusetzen. Sie ist eine derjenigen, die trotz der derzeitigen Schwierigkeiten weitergebe, was sie im Rainbow House gelernt hat: "Girls get equal!"

Spenden für das Rainbow House:
Spendenkonto Sparkasse Wiesental
DE 21 6835 1557 0003 1788 52
BIC: SOLADES1SFH

Weitere Infos: http://www.rainbowhouse.info

Die aufgezeichnete Veranstaltung ist im Internet zu finden unter der Adresse http://mehr.bz/equal und auf https://youtu.be/NB8jSWgCViU.