CORONA-SPLITTER

dpa

Von dpa

Mo, 16. März 2020

Ausland

USA

Trump-Test negativ

US-Präsident Donald Trump ist laut Weißem Haus negativ auf das Coronavirus getestet worden. In einem Schreiben von Trumps Leibarzt hieß es: "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist." Trump weise eine Woche nach einem Essen mit einer Delegation des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in Florida keine Symptome auf. Trump war dort mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Virus getestet wurden. Die Zahl der Infektionen in den USA stieg derweil weiter an. Laut dem Nationalen Institut für Infektionskrankheitenwurden bis Samstag bei 2226 Menschen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 50 Menschen seien in Folge von Covid-19-Erkrankungen gestorben.
STUTTGART

Polizei schließt Bars

Nicht alle Betreiber von Bars, Tanzlokalen, Clubs und anderen Vergnügungseinrichtungen in Stuttgart haben sich am Wochenende an die Verfügung der Stadt zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie gehalten. Die Polizei stellte in der Nacht zum Sonntag mehrere Verstöße fest und forderte Inhaber auf, ihre Geschäfte zu schließen. Die meisten Betroffenen hätten einsichtig reagiert. In acht Fällen schrieben die Beamten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

VATIKAN

Papst feiert Ostern allein

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Menschen aus aller Welt.

ISRAEL

Prozess aufgeschoben

Der Beginn des Korruptionsprozesses gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist wegen der Coronavirus-Krise um zwei Monate verschoben worden. Der für Dienstag angesetzte Prozess solle nun am 24. Mai beginnen, teilte das Gericht am Sonntag mit. Justizminister Amir Ochana hatte in der Nacht zu Sonntag zunächst für 24 Stunden einen Notstand verhängt. Gerichte sollten nur noch in Notfällen aktiv werden. Davon ausgenommen sei das Höchste Gericht.

HAMBURG

Regierung kommt später

Durch die Coronavirus-Krise verzögert sich die Regierungsbildung in Hamburg. SPD und Grüne sagten am Wochenende den für Montag geplanten Beginn der Koalitionsverhandlungen ab. Zunächst müsse der Kampf gegen das Coronavirus im Mittelpunk stehen, teilten beide Parteien, die bereits gemeinsam in Hamburg regieren, am Samstag mit. Die Koalitionsverhandlungen sollen nun in zwei Wochen beginnen. Die SPD war bei der Bürgerschaftswahl am 23. Februar mit 39,2 Prozent erneut stärkste Kraft geworden, die Grünen holten mit 24,2 Prozent fast doppelt so viele Stimmen wie noch bei der Wahl 2015.

SÜDKOREA

Weniger Infektionen

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem asiatischen Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus in Südkorea lag bei 75. IRAN

Keine Ausgangssperre

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat Spekulationen über eine Ausgangssperre im Land wegen der Corona-Krise zurückgewiesen. Es werde keine Quarantäne geben, "weder heute noch während der Neujahrsferien (20. März bis 2. April)", sagte er am Sonntag im Staatsfernsehen. Damit wies er Kritik an seiner Krisenpolitik zurück. Experten und einige Abgeordneten argumentieren, dass es ohne Ausgangssperre zu einer Katastrophe im Iran kommen könnte. Die Zahl der Corona-Toten betrug laut Gesundheitsministerium am Samstag 724, die der Infizierten 13 938.

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Inseln abgeriegelt

Im Kampf gegen das Coronavirus lässt Schleswig-Holstein Touristen ab Montag früh 6.00 Uhr nicht mehr auf Inseln in der Nord- und Ostsee. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand. Ministerpräsident Daniel Günther appellierte generell an Urlauber, Reisen in den Norden zu unterlassen.