Informationstechnik-Sicherheit

Cyberattacke auf Industrie- und Handelskammern?

dpa,bkr

Von dpa & Bernd Kramer

Fr, 05. August 2022 um 14:30 Uhr

Wirtschaft

Die Informationstechnik-Systeme der Industrie- und Handelskammern sind wegen einer möglichen Cyberattacke heruntergefahren worden.

Wegen einer möglichen Cyberattacke sind die Informationstechnik (IT) -Systeme der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland am Donnerstag aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren worden. Mittlerweile werden die IT-Systeme aber nach Prüfung wieder schrittweise genutzt.

Auch die IHK Südlicher Oberrhein ist mit ihren Standorten in Lahr und Freiburg von dem Vorfall betroffen, wie IHK-Sprecherin Natalie Butz der BZ auf Anfrage sagte. Es werde intensiv an einer Lösung gearbeitet. Genauere Informationen zu den Hintergründen der vorsorglichen Abschaltung gebe es jedoch noch nicht. Mittlerweile könnten aber wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Büro befinden, angerufen werden, sagte Butz.

Webseiten waren nicht aufrufbar

Betroffen seien alle 70 IHK in Deutschland, sagte ein Sprecher der für die IT zuständigen IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GfI) in Dortmund. So seien unter anderem Webseiten nicht aufrufbar gewesen.

Man habe am Mittwochnachmittag "Aktivitäten" bemerkt, sagte der GFI- Sprecher. Daraufhin seien am späten Abend als Präventionsmaßnahme die IT-Systeme heruntergefahren worden. Man spreche aber weiter von einer "möglichen" Cyberattacke, betonte der Sprecher.