Museumsbahn

Das Chanderli hat eine neue Lok bekommen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. September 2019 um 20:03 Uhr

Kandern

Die historische Zugmaschine und zwei Wagen wurden aus dem Achertal überführt. Die Kanderner kooperieren seit einigen Jahren mit dem dortigen Museumsbahnverein.

Das Chanderli hat eine neue Lok bekommen: die Lok 20 aus dem Achertal. Am Wochenende wurde sie nach Kandern überführt. Schon seit einigen Jahren bestehe eine enge Zusammenarbeit der Museumsbahnvereine aus dem Acher- und dem Kandertal, schreibt Jutta Trautwein von der Kandertalbahn. Nachdem eine Zukunft des Achertäler Museumszugs im Achertal nicht mehr möglich war, waren die Dampflok 20 sowie drei Personenwagen des Achertäler Eisenbahnvereins (AEV) von der Schwäbischen Alb Bahn (SAB) in Münsingen übernommen worden.

Für den Verein wäre es ein finanzielles Abenteuer gewesen

Die Strecken der SAB wurden zwischenzeitlich aber mit einer Zugsicherung ausgerüstet – also hätte auch die Lok 20 eine Zugsicherungsanlage erhalten müssen. Unter den heutigen Vorgaben der Zulassungsbehörden wäre das leicht zu einem finanziellen Abenteuer für den Verein geworden, schreibt Trautwein weiter. Also wurde beschlossen, die Lok und zwei Wagen bei der Kandertalbahn einzustellen. Sowohl das gemeinsame kulturelle Erbe der ehemaligen DEBG/SWEG-Bahnen und Fahrzeuge als auch die letzte Bahnstrecke im Südwesten, die noch keine technische Zugsicherung fordert, seien Basis für eine gute Zukunft der Fahrzeuge.

Umfangreiche Überführung

Am vergangenen Wochenende wurden die historischen Fahrzeuge in einer umfangreichen Überführungsaktion ins Kandertal gebracht. Dabei half die Gesellschaft für Eisenbahnbetrieb Crailsheim mit einer Zuglok aus. Der Laufweg selbst war eine besondere Fahrt, die von Münsingen über Gammertingen, Sigmaringen, Immendingen, Zollhaus-Blumberg, Lauchringen, Basel Badischer Bahnhof über Haltingen nach Kandern führte, so Trautwein.

Der Verein Kandertalbahn habe bei dieser Gelegenheit ebenfalls seine Fahrzeugsammlung bereinigt und einige Fahrzeuge übergeben. So bekam die DBK-Historische Bahn Crailsheim etwa einen Zehn-Tonnen-Gleiskran mit Schutzwagen sowie einen Packwagen Bauart Pwg 41. Dieser Fahrzeugtausch diene in erster Linie dem sinnvollen Erhalt dieser Kulturgüter sowie der Sammlungsbereinigung, schreibt Trautwein abschließend.