Das Wohnzimmer ins Grüne verlagern

Katja Bauer

Von Katja Bauer

Mo, 26. August 2013

Liebe & Familie

BZ-INTERVIEW mit dem Architekten Leonard Grosch über Parks und wie Menschen darin heutzutage zueinander finden können.

Spazierengehen, Fußball spielen oder sich einfach auf eine Decke legen und die Sonne genießen: Menschen nutzen einen Park in der Großstadt ganz unterschiedlich. Katja Bauer sprach mit dem Landschaftsarchitekten Leonard Grosch, der den neuen Berliner Park am Gleisdreieck mitgestaltet hat, über den Park als Bühne, Bürgerbeteiligung und einen extra Bereich für Käfer.

BZ: Herr Grosch, wir haben ein paar Leute gefragt, was ihnen zum Wort Park einfällt. Sie sagten: Bank, Beet, Grillen. Was wollen die Menschen heute von einem Park?
Grosch: Wenn das so einfach wäre! Unterschiedliche Gruppen wollen unterschiedliche Dinge von einem Park. Es liegt auch daran, wo der Park liegt und wer in der Umgebung wohnt.
BZ: Wie hat sich denn die Aufgabe eines Parks verändert?
Grosch: Na ja, früher waren Parks mal nur was für die Oberschicht. Da ging es drum, hindurch zu fahren oder zu flanieren und sich zu präsentieren. Mit den Volksparks in den 20er Jahren hat sich das verändert. Aber man wollte eher Angucken und Spazieren.
BZ: Und heute?
Grosch: Heute geht es um die Verlagerung des Wohnzimmers ins Öffentliche, ins Grüne. Es geht um Begegnung und Kommunikation, und es geht, gerade in der Großstadt, auch um eine Bühne.
BZ: Wie meinen Sie das mit der Bühne?
Grosch: Die Menschen kommen und tun im Park Dinge, um gesehen zu werden. Das ist in Berlin sehr gut zu beobachten. Sie jonglieren, balancieren auf Seilen, oder machen Karaoke, wie im Mauerpark. Das Individuum sucht sich sein Publikum.
BZ: Leistet der ...

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