Steigende Mieten

Demonstration in Freiburg mit 350 Teilnehmern sympathisiert mit Enteignung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 19. Mai 2019 um 11:54 Uhr

Freiburg

Rund 350 Menschen haben am Samstag in der Freiburger Innenstadt gegen steigende Mieten protestiert. Bei strömendem Regen, viel Polizei und ohne Zwischenfälle.

Veranstalter der Demo waren Antifaschistische Linke Freiburg (IL), das Netzwerk Recht auf Stadt und das Freiburger Mietenbündnis. Deren Hoffnung, mehr als 1000 Menschen würden "für eine solidarische Stadt und gegen steigende Mieten und Verdrängung" auf die Straße gehen, erfüllte sich nicht. Nach Polizeiangaben nahm gerade mal ein Drittel teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch SPD und Die Linke, wandten sich gegen Bodenspekulation und Mieterhöhungen und forderten mehr Sozialwohnungen. Auf Transparenten war zu lesen: "Freiburg: Solidarity City" oder "Wohnen ist keine Ware" oder "Besetzen, kollektivieren, selbstverwalten" oder "Enteignen bis zum Kommunismus" oder "Schmeiß’ Burschen raus, mach Wohnraum draus".

Start war am Samstag um 15 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge, beobachtet von einem Großaufgebot der Polizei. Deren Angaben zufolge verlief die anschließende Demonstration durch die Innenstadt "störungsfrei". Das gelte auch für die weiteren Versammlungen mit deutlich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie etwa der Kurden, die für Solidarität mit Hungerstreikenden demonstrierten.

Der Stadtbahnverkehr war den Nachmittag über empfindlich gestört. Die Verkehrs-AG und auch Fahrgäste mussten immer wieder improvisieren.