Der Ätna legt eine Aschewolke über Catania

dpa

Von dpa

Do, 18. Februar 2021

Panorama

Ein üblicher Vulkanausbruch.

Am Tag nach dem Ausbruch des Vulkans Ätna auf der süditalienischen Insel Sizilien hatten die Menschen noch mit den Auswirkungen des Naturschauspiels zu kämpfen. Am späten Dienstagnachmittag hatte der Ätna kilometerhoch Asche gespuckt, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Lavafontänen schossen mehrere hundert Meter aus dem Krater und flossen in ein Tal auf der Ostseite.

"Es hört sich an, als würde eine Bombe explodieren", erzählte eine Bewohnerin Catanias. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs sei ein lautes Donnern aus dem Ätna zu hören gewesen. Viele Menschen in Catania seien daran gewöhnt, dass der Vulkan sehr aktiv ist, aber so ein gewaltiger Ausbruch bereite auch ihnen noch Angst.

Nach dem Ausbruch war eine Rauchwolke über die Stadt mit mehr als 300 000 Einwohnern gezogen. Dicke Aschebrocken waren auf die Balkone, Autos und Häuser geprasselt. Verletzte oder Tote habe es glücklicherweise nicht gegeben, teilte die Stadt Catania auf Nachfrage mit. Für die Experten des INGV sind Eruptionsereignisse wie die vom Dienstagnachmittag nicht neu, schrieb das Institut in einer Mitteilung am Mittwoch. In den vergangenen zehn Jahren habe es Hunderte solcher Ereignisse gegeben. Das Gebiet um den 3300 Meter hohen Vulkan ist ein Naturpark und seit 2013 Weltnaturerbe der Unesco.