Der Ingenieur will eine grüne Gemeinde

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Mi, 17. Juli 2019

Schuttertal

NEU IM GEMEINDERAT: Michael Vögele (FW) wurde bei seiner ersten Kandidatur gewählt.

SCHUTTERTAL (bzl). Michael Vögele hat bei seiner ersten Kandidatur auf der Liste der Freien Wähler auch gleich den Sprung in den Gemeinderat geschafft. Die Familie des Maschinenbauingenieurs stammt vom Gallishof im Michelbronn in Schuttertal, er selbst ist in Schweighausen aufgewachsen.

Nach seiner Schulzeit folgte ein Studium in Offenburg. Er lebte vier Jahre in Mühlenbach im Kinzigtal, der Heimat seiner Frau Corinna, und ist mit seiner Familie ins Schuttertal zurückgekehrt, um sich dort ein eigenes Zuhause zu bauen. Hier will er sich engagieren und Lebensqualität in der Gemeinde mitgestalten, sagt der 35-Jährige. Für die Entscheidung, ob er dieses Amt ausführen will und zeitlich kann, hatte er bei Gerhard Himmelsbach, langjähriger Gemeinderat für die FW, um Bedenkzeit gebeten. Die Anfrage kam nicht erst vor der Wahl, erzählt er, vielmehr sei er schon vor längerer Zeit darauf angesprochen worden.

Er informierte sich und ließ sich aufklären über die Abläufe im Gemeinderat und darüber, wie im Gremium gearbeitet wird, erzählt er. Das Interesse für die Kommunalpolitik in seiner Heimat sei grundsätzlich da gewesen. "Werde ich Freude daran haben?", lautete eine der Fragen, die er sich stellte und letztlich mit einem Ja beantwortete. Für ihn stimme das Gesamtpaket im Schuttertal, was ihn und die Familie auch dazu veranlasst habe, hierher zurückzukehren.

Entscheidungen herbeizuführen, das kenne er als Projektleiter in verschiedenen Gremien. Die Herausforderung im Gemeinderat sieht er unter anderem darin, den Lebensstandard in allen drei Ortsteilen gleichermaßen zu erhalten, wenn möglich zu verbessern. Wichtig sind für Vögele als zweifacher Familienvater die Kindergärten und Schulstandorte. Deshalb werde er sich auch im Lenkungskreis Kindergarten einbringen, für den er in den konstituierenden Sitzung vergangene Woche vom neuen Gemeinderat gewählt worden war.

Dort konnte er mit der Arbeitsvergabe für den Bau der Pfarrscheune bereits eine erste Entscheidung treffen. "Das ist ein bedeutendes und generationenübergreifendes Projekt, das ich nun begleiten darf." Familienfreundlichkeit in der Gemeinde spiele für ihn eine tragende Rolle, er wolle sich einsetzen für Bauland, damit junge Familien nicht wegziehen müssen. Eine soziale Säule bilden die vielfältigen Vereine, meint Michael Vögele, die weiter gefördert werden müssten. Weit oben auf der Liste stehe für ihn das Thema Energiewende. Hier habe sich im Schuttertal bereits einiges getan wie etwa die Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. In Sachen Speichermedien könnte man sich verbessern, findet er, so dass man nicht nur landschaftlich von einer "grünen Gemeinde" sprechen könne.