Der Jüngste im Chor ist schon 20 Jahre lang dabei

Helmut Häringer

Von Helmut Häringer

Fr, 05. Juli 2019

Winden im Elztal

Die Windener Chorsänger luden zu "Kultur im Freien" ein und nutzten das auch für Ehrungen durch den Verein und den Verband.

WINDEN (hhr). Schatten war sehr gefragt bei der "Kultur im Freien" der Windener Chorsänger. Zwar hatte der Verein sein Konzert kurzfristig um eine Stunde auf 16 Uhr verschoben, aber die Sonne schien auch dann noch mit voller Kraft. Aber der Verein hatte vorgesorgt, Schatten spendende Schirme und Zelte, kühle Getränke aber auch Kaffee und Kuchen und zur Not ein Wasserschlauch standen bereit. Der Vorsitzende der Windener Chorsänger, Josef Burger, begrüßte erfreut die vielen Gäste. Und der neue Dirigent Jürgen Krämer bewies gleich bei seinem ersten offiziellen Auftritt, dass er die "älteste Boy Group des Elztals" schon im Griff hat.

Mal begleitend am Klavier, mal nur mit dem Dirigentenstab leitete er die kleine Sängerschar. Mit "Ihr von Morgen" und "Best Of" von Udo Jürgens und einem Potpourri "Schön war die gute alte Zeit" bestritten sie den ersten Teil des Chornachmittags. Nach einer Abkühlpause ging es weiter mit "Sonntagmorgen in den Bergen" und "Freude am Leben". Mit "Tage wie diese" der Punkband "Die Toten Hosen" beschrieben sie dann passend die Stimmung an diesem malerischen Ort. Mit "Ich wünsch dir Zeit" ging es dann in die zweite Erfrischungsrunde.

Die beiden Pausen wurden genutzt, um verdiente Sänger zu ehren. Vom Verein ausgezeichnet wurde der stellvertretende Vorsitzende Thomas Bischoff, gleichzeitig der Jüngste im Chor, für 20 Jahre Engagement für den Chorgesang. Noch mehr Jahre hat Edwin Kuhn auf seinen Stimmbändern, er ist schon 30 Jahre dabei. Beide verdiente Sänger erhielten die goldenen Ehrennadel mit Urkunde vom Verein. Edwin Kuhn wurde außerdem zum Ehrenmitglied der Windener Chorsänger ernannt. Für zwei weitere Ehrungen war Kornelia Stabenow gekommen, die vom Chorverband Breisgau für das Elztal zuständig ist. Für 25 Jahre Singen im Verein ehrte sie Bernd Kindle und Albert Hettich mit der silbernen Ehrennadel und Urkunde des Verbandes. Nachdem Bürgermeister Klaus Hämmerle im Namen der Gemeinde dann allen über 18 einen Likör oder Schnaps spendiert hatte, ging es weiter zur letzten Chorrunde.

Dem "Weit, weit weg" von Hubert Goisern folgte "Die Rose" und das Wunschlied der Gastgeberin Ellenruth Schindler , der "Bajazzo". Die Chorsänger mobilisierten noch einmal ihre Kräfte für "Die Nacht ist von den Bergen gestiegen". Beim Heimatlob – "Winden du liegst mir im Herzen" – durften dann alle Anwesenden mitsingen, die aktualisierten Texte wurden vorher verteilt.

Mittlerweile hatte die Sonne sich zumindest am Unteren Rain hinter den Wald verzogen, was passte da besser als "Fürstenfeld – Ich will wieder hoam" von der österreichischen Gruppe S.T.S. Ohne Zugabe ließ man die Chorsänger nicht gehen, sie verabschiedeten sich mit dem einzigen englischen Stück "What shall we do with the drunken sailor". Bei den mittlerweile schon angenehmeren Temperaturen blieben Gäste und Sänger gerne noch ein Weilchen sitzen.

Info: Die Windener Chorsänger laden am Mittwoch, 10. Juli, 19 Uhr, in der Reihe "Kultur im Freien" zu einem Platzkonzert auf den Kirchberg in Oberwinden ein.