Seniorenwohnen

Der Rohbau der Schuttertäler Pfarrscheune steht

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

So, 16. Februar 2020 um 15:29 Uhr

Schuttertal

Das Projekt Pfarrscheune in Schuttertal soll bis Anfang 2021 fertig sein. Ein Barometer zeigt den Spendenstand für die Einrichtung der Gemeinschaftsräume an.

Der Rohbau der Pfarrscheune ist fertig gestellt und am Freitag mit einem Richtfest eingeweiht worden. Das Seniorenwohnprojekt soll bis Jahresbeginn 2021 bezugsfertig sein. Ein neues Spendenbarometer am Marienplatz zeigt den aktuellen Spendenstand für die Inneneinrichtung.

Das Besonder an der Pfarrscheune ist, dass die Einrichtung für ältere Menschen im Schuttertal aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden ist und über Jahre in Arbeitskreisen gemeinsam mit der Gemeinde entwickelt wurde. "Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, wie ein lang entwickeltes Projekt nun Realität wird", sagte Bürgermeister Carsten Gabbert.

Mit Herzblut und Heimatliebe

Der Grundgedanke für die Einrichtung war, dass die ältere Generation in ihrer Heimat und in gewohnter Umgebung würdig alt werden kann. Dafür entstehen eine Tagesbetreuung, eine Pflegewohngruppe für zwölf Bewohner und zwei Seniorenwohnungen. Carsten Gabbert blickte zurück auf die einstige Vision und den Prozess über viele Jahre, getragen von einem großen bürgerschaftlichen Engagement. "Hier im Schuttertal entsteht etwas Tolles, das nicht mit einem Investor realisiert wird, sondern von Menschen, die sich gemeinsam und mit viel Herzblut und Heimatliebe eingebracht haben."

Zufrieden mit dem Bauverlauf und der zuverlässigen Arbeit der Handwerker zeigte sich Architekt Burkhard Faber. Er nahm beim Richtfest Abstand davon, Zahlen zu nennen. Vielmehr sei es in diesem Baustadium wichtig zu sagen, dass die Bauabschnitte nahtlos ineinander überlaufen konnten. "Die Substanz, die wir im Gebäude vorgefunden haben, entsprach zwar nicht ganz dem, was wir uns vorgestellt hatten. Aber wir haben mit den Statikern alles in den Griff bekommen."

Das Ziel sind 20 000 Euro Spenden

Projektleiterin Lucia Eitenbichler erinnerte daran, dass es für die Betreuung in der Pflegewohngruppe Alltagsassistentinnen brauche. Sie machte Werbung für die sechs bis sieben Voll- und Teilstellen, die dort entstehen sollen.

Um Unterstützung bat auch Ursula Gruninger, eine der Projektinitiatorinnen: Für die Gemeinschaftsräume in der Pfarrscheune, die auch von der Bevölkerung genutzt werden können, brauche es eine Einrichtung. "Das ist wichtig für die Dorfgemeinschaft", betonte sie mit Verweis, dass bislang 9 700 Euro gesammelt werden konnten – Ziel sind 20 000 Euro. Zur Beobachtung des Spendenverlaufs wurde eigens ein Barometer am Marienplatz an der Kirche eingerichtet. Die Kontodaten für Spenden werden noch bekanntgegeben.