Auslosung der 1. DFB-Pokalrunde

Der SC Freiburg reist nach Nordbaden, der südbadische Pokalsieger spielt gegen Kiel

dpa, BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

So, 26. Juli 2020 um 19:49 Uhr

Fussball

Die Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde gestaltet sich wegen der Verzögerungen durch die Corona-Pandemie schwierig, der SC Freiburg reist auf jeden Fall nach Nordbaden.

Der erste Bayern-Gegner im neuen DFB-Pokal-Wettbewerb könnte Alemannia Aachen heißen, aber auch 1. FC Düren, Viktoria Arnoldsweiler oder FC Pesch – klar ist für den Cup-Verteidiger aus München lediglich, dass er zum Auftakt beim Pokalsieger des Fußball-Verbandes Mittelrhein antreten muss. Bei der Auslosung mit vielen Unbekannten erfuhr der Rekordsieger am Sonntag als Folge der Corona-Pandemie nur die grobe Himmelsrichtung für seine Aufgabe in der ersten Runde vom 11. bis 14. September.

"Es gibt sehr viele Ungereimtheiten in diesem Jahr." Fritz Keller
Gleich 23 Platzhalter befanden sich unter den 64 Loskugeln im ARD-Sportschau-Studio in Köln, weil in fast allen Landesverbänden noch die Pokalsieger ausgespielt werden müssen. "Wir haben deshalb so früh gelost, damit die Amateurvereine sich auf die Hygienegeschichten vorbereiten können. Wir müssen die Stadien benennen, es gibt sehr viele Ungereimtheiten in diesem Jahr", sagte DFB-Präsident Fritz Keller, nachdem die stellvertretende DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich zumindest einige konkrete Partien auslosen konnte.

Video: Streich erinnert sich an sein Pokalfinale als Spieler - auf der Tribüne (19.12.2017)



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Über 90 Vereine haben noch Chancen

So muss Vizemeister Borussia Dortmund beim Drittligisten MSV Duisburg zu einem West-Derby antreten. Zweitligist 1. FC Nürnberg, der in letzter Minute den Abstieg vermieden hatte, erwartet Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. Bayer Leverkusen, vor drei Wochen im Endspiel im leeren Berliner Olympiastadion den Bayern 2:4 unterlegen, muss zum Hamburger Pokalsieger reisen. Dass über 90 Vereine noch die Chancen haben, in den Wettbewerb zu kommen, kann aus Kellers Sicht ein anderer Spannungspunkt im Vergleich zum gewohnten Prozedere sein.

Die Landespokal-Endspiele sollen am 22. August im Rahmen des "Finaltags der Amateure" ausgetragen werden, allerdings stehen sogar die Finals häufig noch nicht fest. In Sachsen-Anhalt wurde der Pokal dagegen schon endgültig abgebrochen und der 1. FC Magdeburg als DFB-Pokal-Teilnehmer festgelegt.

Aus Bayern, das zwei Startplätze hat, ist zudem aller Voraussicht nach der 1. FC Schweinfurt 05 dabei. Bis Mitte August müssen alle Amateurvereine, die als Teilnehmer der ersten Runde infrage kommen, eine Heimspielstätte festlegen und ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Hygienekonzept vorstellen. Anschließend sollen schnellstmöglich die genauen zeitlichen Ansetzungen veröffentlicht werden.

Der SC Freiburg muss nicht weit reisen

Der SC Freiburg muss für die erste Runde des DFB-Pokals nicht weit reisen. Bei der Auslosung am Sonntag bekam der Fußball-Bundesligist ein Auswärtsspiel beim Sieger des badischen Landespokals zugelost. Damit ist der nordbadische Wettbewerb der Saison 2019/2020 gemeint. Das Team von Trainer Christian Streich spielt also also entweder beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim, dem Landesligisten ASC Neuenheim oder dem Oberligisten FC Nöttingen.

Der Südbadische Fußballverband bekam den Zweitligisten Holstein Kiel zugelost. Im Halbfinale des noch laufenden Pokalwettbewerbs 2019/2020 spielen der VfR Stockach gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen (1. August, 18 Uhr) und der SC Lahr gegen den SV Oberachern (8. August, 18 Uhr). Der Sieger des südbadischen Finales am 22. August trifft also im DFB-Pokal auf Kiel.