Klimaschutz

Der Staat fördert Energiesparinvestitionen im eigenen Haus

Jörg Strötzel

Von Jörg Strötzel

Sa, 07. Mai 2022 um 11:00 Uhr

Wirtschaft

Wer zum Beispiel sein Haus dämmt, wird vom Staat unterstützt. Die Kosten dafür können auf drei Jahre verteilt werden.

Wer sich unabhängiger vom konventionellen Energiemarkt machen will, muss in der Regel Geld in die Hand nehmen. Doch angesichts steigender Energiepreise lohnen sich solche Investitionen – weil der Energieverbrauch für Heizung, Warmwasseraufbereitung oder Stromversorgung unter Umständen deutlich gesenkt werden kann und weil für energetische Sanierungsmaßnahmen am eigenen Haus 20 Prozent der Kosten und bis zu 40000 Euro steuerlich geltend gemacht werden können. Wer zum Beispiel seine Wände, Dachflächen oder Geschossdecken dämmt oder Fenster, Außentüren oder die Heizungsanlage erneuert, der kann die Kosten dafür auf drei Jahre verteilen: In dem Jahr, in dem die energetische Gebäudesanierungsmaßnahme erfolgt sowie im darauffolgenden Kalenderjahr sind maximal sieben Prozent der Kosten und höchstens 14000 Euro absetzbar. Im zweiten darauffolgenden Kalenderjahr sind es maximal sechs Prozent der Aufwendungen und höchstens 12000 Euro. Wichtig: Wer eine energetische Gebäudesanierungsmaßnahme von der Steuer absetzen will, benötigt dafür eine Rechnung. Darin müssen in deutscher Sprache die förderungsfähige energetische Maßnahme, die Arbeitsleistung des Fachunternehmens und die Adresse des Gebäudes beschrieben sein. Außerdem muss die energetische Sanierungsmaßnahme durch eine Bescheinigung des Fachunternehmens oder eines Energieberater bestätigt werden. Dafür ist ein amtliches Muster zu verwenden, das der Einkommenssteuererklärung beigefügt werden muss. Nur per Überweisung gezahlte Rechnungen erkennt das Finanzamt an, keine Barzahlungen.

Jörg Strötzel ist Steuerberater und
Vorstandsvorsitzender der Vereinigten
Lohnsteuerhilfe (VLH). Die Organisation erstellt für Mitglieder die Einkommensteuererklärung. Beratungsstellen unter http://www.vlh.de