Testen und schulen

Deutsches Rotes Kreuz bei Corona-Tests aktiv

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 08. April 2021 um 08:00 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Der Freiburger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beteiligt sich weiter an der Teststrategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der Region Freiburg.

Das teilte jetzt der Kreisverband Freiburg mit, zu dessen Einzugsbereich der Stadtkreis sowie etwa zwei Drittel des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, ohne den Raum Müllheim/Bad Krozingen, gehören, ebenso die Region um St. Blasien und Bonndorf im Kreis Waldshut. Mehrere Ortsvereine sind an Testangeboten in ihren jeweiligen Gemeinden beteiligt oder führen diese komplett unter ihrer Regie durch. Außerdem bieten mehrere Ortsvereine Einkaufshilfen und Versorgungsdienste für hilfsbedürftige Menschen an, auch für Personen, die sich in Quarantäne befinden.

Weniger Hilfebedarf bei Impfterminsuche

Einige Ortsvereine vermittelten in den vergangenen Wochen auch Impftermine für Senioren aus ihren Gemeinden. Teilweise ging die Nachfrage weit darüber hinaus. "Wir bekamen auch Anfragen aus Stuttgart und sogar aus Hamburg", erzählt Michael Schrödel vom Kreis-DRK. Da mittlerweile fast alle über 80-Jährigen geimpft sind oder einen Impftermin haben, wurde dieses Angebot zuletzt zurückgefahren oder örtlich auch eingestellt. Die Homepages der Gemeinden enthalten noch Hinweise auf örtliche Vermittlungshilfen bei der Suche nach Impfterminen, gedacht für die jeweiligen Einwohner.

Falsche positive Ergebnisse von Schnelltests

Mit der deutlichen Ausweitung von Schnelltests steigt auch die Zahl der Fälle, in denen ein Antigen-Schnelltest irrtümlich zunächst ein positives Ergebnis, also eine mögliche Infektion anzeigt. Da jedem positiven Schnelltest aber zwingend ein PCR-Labortest folgt, können diese Fälle von blindem Alarm aufgedeckt werden. Das Schlimmste, was dies zur Folge habe, sei, dass man sich vorsorglich ein oder zwei Tage in Quarantäne begeben müsse, bis dann der negative PCR-Testbefund vorliege, erklärt Marc Rösch vom DRK-Ortsverein March. "Wichtig ist, dass fast alle, die tatsächlich infiziert sind und sich testen lassen, bei den Schnelltests auch als positiv erkannt werden", erklärt Rösch. In March hatte es am Samstag vor Ostern einen Ansturm von rund 240 Menschen auf die Schnelltests gegeben, weshalb mehr Kräfte im Einsatz waren und sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag getestet wurde. Fast 50 Schnelltests fielen positiv aus, rund jeder fünfte. Dieser Anteil lag deutlich höher als an anderen Testtagen: Am Mittwoch vor Ostern waren nur sechs von über 110 Schnelltests positiv, am Dienstag nach Ostern acht von 72. Tatsächlich wurden etliche der vielen positiven Schnelltests vom Samstag danach durch negative PCR-Testbefunde widerlegt.

Fehler bei der Handhabung der Tests kann sich Rösch keine vorstellen, man habe nur geschultes Personal mit Erfahrung, unter anderem aus der Intensivpflege, im Einsatz gehabt. Möglicherweise könnte die Charge an Tests Mängel haben, man habe die Reste vorsorglich zurückgestellt, so Rösch.

Außer den eigenen Testaktionen bietet das Rote Kreuz E-Learnings und Schulungen an, damit Personen Antigentests zum Beispiel bei Kollegen oder in Schulen vornehmen können. Insgesamt waren es dem Kreisverband zufolge vor den Osterferien bereits rund 70 Schulungen mit rund 400 Teilnehmenden.