EU-Krisenpolitik

In Frankfurt eskalieren die „Blockupy“-Proteste

Gerhard Kneier und Rolf Obertreis

Von Gerhard Kneier & Rolf Obertreis

Do, 19. März 2015

Deutschland

Angezündete Polizeifahrzeuge, brennende Barrikaden, Steinwürfe auf Polizisten und Schaufensterscheiben – der Protest in Frankfurt gegen die EU-Krisenpolitik solle "bunt, laut und friedlich" sein, hatte Ulrich Wilken nach den letzten Absprachen mit der Polizei am Dienstagmittag versichert.

Einen Tag später ist der Linken-Politiker und Anmelder der großen Blockupy-Demonstration gegen die Europäische Zentralbank (EZB) selbst "entsetzt" über die Bilder, die er am Morgen gesehen hat: Militante Aktivisten hinderten sogar die Feuerwehrleute an ihrer Arbeit.
Und Polizeipräsident Gerhard Bereswill, der seit Tagen vor Gewalt am Tag der offiziellen Eröffnung des EZB-Neubaus im Frankfurter Ostend warnte, sieht seine schlimmsten Befürchtungen durch die Exzesse noch übertroffen. Solche Ausschreitungen habe Frankfurt seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt, sagt er sichtlich erschüttert. 97 verletzte Polizisten, sieben vollkommen zerstörte Polizeifahrzeuge und 18 Festnahmen lautet schon am Nachmittag die Bilanz. Auf der Seite der Aktivisten seien laut einer Zählung vom Mittag mehr als 130 Menschen verletzt worden, teilte das Blockupy-Bündnis mit. Hauptgrund seien Schlagstock- und Tränengaseinsätze der Polizei gewesen.
Anlass der Proteste war die reichlich verspätete offizielle Einweihung des Neubaus der EZB im Frankfurter Ostend. Schließlich hatten die Notenbanker das 185 Meter hohe Hochhaus schon im letzten November ...

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