Dicker Batzen für Kinderbetreuung

Thomas Biniossek

Von Thomas Biniossek

Di, 13. Oktober 2020

St. Peter

Einnahmen der Gemeinde St. Peter bleiben 2019 hinter Erwartungen zurück / Schwerpunkt der Investitionen ist die Hallensanierung.

. Der Leiter des Rechnungsamtes der Gemeinde St. Peter, Alexander Hug, hatte ganze Arbeit geleistet und den Mitgliedern des Gemeinderates umfangreiches Zahlenmaterial an die Hand gegeben. Nach einer ausführlichen Vorstellung dieses Zahlenwerks in Schwerpunkten durch Bürgermeister Rudolf Schuler konnte der Rat abschließend die Jahresrechnung für 2019 feststellen und beschließen.

"Die Einnahmen und Ausgaben in 2019 beliefen sich auf 9,239 Millionen Euro", so der Bürgermeister. Durch eine Kreditaufnahme von rund 1,1 Millionen Euro stieg zwar der Schuldenstand auf 1,95 Millionen Euro, doch gleichzeitig konnten den Rücklagen 1,409 Millionen zugeführt werden. Auch wenn der Bürgermeister nur einige Schwerpunkte der Jahresrechnung erläuterte, war sein Vortrag in der Ratssitzung umfangreich. "Bei den laufenden Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen wurden rund 93 000 Euro weniger erzielt gegenüber der Planung in Höhe von 3,94 Millionen Euro", sagte Rudolf Schuler. Auch Gewerbe- und Einkommenssteuer blieben um rund 143 000 Euro hinter den erwarteten 1,82 Millionen Euro zurück. Leicht gestiegen seien hingegen die Einnahmen aus der Grundsteuer B und den Schlüsselzuweisungen des Landes (plus 47 000 Euro). Über die Kurtaxe flossen zirka 100 000 Euro in die Gemeindekasse.

Aus dem Verwaltungshaushalt konnten dem Vermögenshaushalt 320 000 Euro zugeführt werden, berichtete Schuler weiter. An Bundes- und Landesmitteln flossen rund 1,582 Millionen Euro nach St. Peter. "In der Planung standen allerdings 2,65 Millionen Euro." Daher wurde wegen Bau- und Beschaffungsmaßnahmen ein Darlehen in Höhe von 1,1 Millionen Euro aufgenommen. Eine Punktlandung gab es bei der Personalausgaben für Verwaltung und Bauhof mit 854 000 Euro. Für Mieten und Pachten fielen Kosten in Höhe von 102 000 und für die Bewirtschaftung von Grundstücken sowie baulichen Anlagen 110 000 Euro an. 72 700 Euro kosteten schließlich die Unterhaltung der Fahrzeuge der Feuerwehr, der Halle, der Winterdienst, Bauhof und Fremdenverkehr, was den Haushaltsansatz um 18 700 Euro überschritt.

Schulden der Eigenbetriebe können gesenkt werden

Weitere dicke Batzen an Ausgaben waren die für den Kindergarten und Kinder, die überörtliche Einrichtungen besuchen. 636 000 Euro wurden dafür aufgewendet, dem standen 235 000 Euro an staatlicher Förderung gegenüber. "Insoweit wurden netto 400 000 Euro für die Kinderbetreuung aufgewendet. 2020 werden sich diese Ausgaben durch die zweite Kleinkindergruppe erhöhen", blickte der Bürgermeister schon mal voraus. Wie 2018 stand auch im Folgejahr der Vermögenshaushalt ganz im Zeichen der Baumaßnahme Mehrzweckhalle und Hallenbad. Der Haushaltsansatz für die Halle lag bei 2,5 Millionen Euro, für das Bad bei 900 000 Euro. Tatsächlich ausgegeben wurden für die Halle eine Million Euro, für das Hallenbad 471 000 Euro.

Neben dem Jahresabschluss wurden auch die Abschlüsse für die Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung vorgestellt. Obwohl es einen Jahresverlust beim Abwasser in Höhe von 31 400 Euro gab, konnte der Schuldenstand um 120 000 Euro auf jetzt 2,43 Millionen Euro verringert werden. Bei der Wasserversorgung gab es einen Gewinn von rund 50 000 Euro, auch dabei konnte der Schuldenstand um gut 36 000 Euro auf 445 800 Euro gesenkt werden.