Großprojekt

Die Dämme bei Ottenheim werden saniert

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Do, 22. Oktober 2020 um 18:00 Uhr

Schwanau

Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg haben in Schwanau über die Planungen zum Polder Ichenheim-Meißenheim-Ottenheim (IMO) berichtet, die auf Ottenheimer Gemarkung fallen.

Dazu zählen, wie Torben Ott erläuterte, das Haupteinlassbauwerk, ein Pumpwerk am Mühlbach nördlich von Ottenheim, das im Retentionsfall verhindern soll, dass es zu Rückstaus bis in die Ortslage kommt, und ein Wall rund um die Schützenkopfwiese.

Ott beschrieb, wie die Dämme saniert werden sollen. So muss der Weg am Fuß des Rheinseitendamms um etwa einen Meter erhöht werden, damit er auch im Flutungsfall noch befahren werden kann. Der Tulladamm, der im Osten den Polder IMO begrenzt, soll im mittleren Abschnitt über etwa 500 Meter an den bestehenden asphaltierten Feldweg versetzt werden; der Feldweg wird dann als Deichverteidigungsweg genutzt.

Damm muss nicht erhöht werden

Weiter nördlich, bis zur Gemarkungsgrenze Meißenheim, wird landseitig an den bestehenden Tulladamm ein durchgehender Verteidigungsweg angelegt. Weil der Einstau auf der gesamten Gemarkung Ottenheim maximal 1,30 Meter betrage – im Unterschied zu Meißenheim mit bis zu 2,50 Meter –, müsse der Tulladamm nirgends erhöht werden.

Die am Nordrand von Ottenheim geplanten Pumpen zur Grundwasserhaltung erwähnte Ott nicht. Das RP befinde sich in der Vorplanung zum Planfeststellungsverfahren. In der Summe benötige man von der Gemeinde eine Fläche von etwa einem Hektar plus einen halben Hektar von Privateigentümern. Der Rückhalteraum IMO soll einmal 5,8 Millionen Kubikmeter Hochwasser zurückhalten; er umfasst eine Fläche von 390 Hektar, davon liegt die Hälfte auf Gemarkung Schwanau.