Bundesweite Schließungen

Die Deutsche Bank schließt die Filiale in Emmendingen

dpa, Bernd Kramer

Von dpa & Bernd Kramer

Fr, 16. April 2021 um 19:05 Uhr

Wirtschaft

100 Standorte will die Deutsche Bank bis zum Ende des Jahres deutschlandweit schließen. Darunter fällt auch die Filiale in Emmendingen. Weitere Filialen in Südbaden werden nicht genannt.

Die Deutsche Bank wird ihre Filiale in Emmendingen schließen. Dies geht aus einer Liste der Standorte hervor, die die Bank in Zukunft nicht mehr weiterführen wird. Die Übersicht hat die Deutsche Bank auf ihrer Website veröffentlicht. Weitere südbadische Filialen werden auf der Schließungsliste nicht genannt. In Baden-Württemberg sind außer in Emmendingen Filialen in Bietigheim, Ettlingen, Heidenheim, Leonberg, Sindelfingen, Stuttgart-Degerloch und Stuttgart-Feuerbach betroffen.

Der Abbau der rund 100 Standorte trifft vor allem Großstädte und Nordrhein-Westfalen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen 37 Standorte dicht gemacht werden, darunter vier Filialen in Düsseldorf sowie jeweils drei in Köln und Essen, wie aus der Übersicht hervorgeht. In Berlin sind insgesamt sechs Filialen betroffen, in Hamburg, München und der Bankenmetropole Frankfurt jeweils vier.

Sozialverträglicher Stellenabbau

"Wir haben bei der Auswahl der Standorte darauf geachtet, dass die Wege zur nächsten Filiale im ländlichen Raum nicht zu weit werden", sagte Philipp Gossow, der das Privatkundengeschäft der Marke Deutsche Bank in Deutschland leitet, dem Handelsblatt. "In den Innenstädten ist es auch möglich, mit weniger Standorten für die Kunden da zu sein."

"Wir wollen und werden flächendeckend präsent sein. 400 Filialen sind dafür eine gute Zahl, die in den kommenden Jahren weitgehend stabil bleiben dürfte." Philipp Gossow
Deutschlands größtes Geldhaus will vor allem im vierten Quartal des Jahres 97 der 497 Filialen der Marke Deutsche Bank schließen. Rund 450 Vollzeitstellen sollen netto entfallen. Das Institut hatte sich jüngst mit der Arbeitnehmerseite dazu auf einen Interessenausgleich geeinigt. Die Stellen sollen sozialverträglich unter anderem mit Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen abgebaut werden. "Wir wollen und werden flächendeckend präsent sein. 400 Filialen sind dafür eine gute Zahl, die in den kommenden Jahren weitgehend stabil bleiben dürfte", hatte Gossow gesagt. "Immer mehr Kunden nehmen Bankdienstleistungen digital in Anspruch. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend beschleunigt."