Neuried

Die Gemeinde will den Schilderwald lichten

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Di, 15. Oktober 2019 um 10:35 Uhr

Neuried

Schilder für private Betriebe sind erlaubt, aber nur an der nächsten Kreuzung. Bürgermeister Jochen Fischer setzt auf Einsicht der Betriebe.

Seit geraumer Zeit beschäftigen sich sowohl die Ortschafts- als auch die Gemeinderäte mit der sinnvollsten Möglichkeit, den bestehenden Schilderwald in den Dörfern zu lichten.

Dem Grundsatzbeschluss vom Juli 2018 folgten die Beratungen in den Ortschaftsräten mit der Festlegung der Standorte für die Schilder. Offengeblieben war danach noch die Frage, ob auch Schilder für private Betriebe und Gewerbetreibende angebracht werden sollen.

Im Prinzip ja, aber nur an jener Kreuzung, die dem Betrieb am nächsten liegt, lautete der einstimmige Beschluss des Gemeinderates von Neuried. Bauamtsleiter Klaus Person hatte den Vorschlag der Verwaltung damit begründet, dass sonst vor allem an Kreuzungen an der L 75 ein neuer Schilderwald entstehe.

Gemeinderätin Michaela Karl (UL) verwies darauf, dass heutzutage doch fast jeder ein Smartphone habe und deshalb möglichst wenig Schilder aufgestellt werden sollten. Sie begrüßte es, dass gegenüber den ersten Vorschlägen die Schilder vor der Metzgerei Grim und vor dem sogenannten Türmel an der Kehler Straße gestrichen worden seien.

Die Gemeinderäte Thomas Eble und Ralf Wollenbär (beide FWV) warfen die Frage auf, welche Möglichkeiten die Gemeinde denn habe, um gegen Schilder vorzugehen, die Betriebe an privaten Stellen wie zum Beispiel Zäunen anbringen, um zu werben. Wollenbär: "Könnten wir das über eine Art Gestaltungsordnung regeln, damit es nicht zu wildem Plakatieren kommt?"

Bürgermeister Jochen Fischer setzt in dieser Frage auf Gespräche mit den Betrieben und auf deren Einsicht. Stephan Weis (FWV) verwies darauf, dass es in Städten dafür eine Art Ordnungsregelung gebe: "So etwas wäre bei uns doch auch möglich."