Corona-Pandemie

Die großen Bereichsweinfeste im August sind abgesagt

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Do, 08. April 2021 um 16:59 Uhr

Staufen

Die Freunde von Markgräfler, Breisgauer und Kaiserstühler Weinen müssen auf Geselligkeit in großer Runde verzichten: Die Bereichsweinfeste in Staufen, Emmendingen und Breisach – wegen Corona.

Die drei großen Bereichsweinfeste in der Region um Freiburg müssen auch im Sommer 2021 ausfallen. Wie schon im Vorjahr haben sich die Organisatoren wegen der anhaltenden Corona-Pandemie zu einer Absage der großen Weinfeste in Staufen, Emmendingen und Breisach entschlossen.

Das teilen die Organisatoren Thomas Senf (Staufen), Isabella Vetter und Ulrich Hülswitt (Emmendingen) sowie Petra Littner (Breisach) in einer gemeinsamen Erklärng mit. Die drei Weinfeste könnten als mehrtägige Großveranstaltungen mit tausenden Besuchern nicht unter den Bedingungen einer Pandemie in der gewohnten Form ausgerichtet werden.

Zehntausende Besucher machen Abstandsregeln unmöglich

Bereits Anfang des Jahres habe sich abgezeichnet, dass noch lange mit massiven Einschränkungen zu rechnen sei. Da die Großveranstaltungen aber mehrmonatige Vorbereitung erforderten, die bereits im Winter begännen, habe man jetzt die Entscheidung fällen müssen, erklärt Petra Littner. Das Weinfest für die Bereiche Kaiserstuhl und Tuniberg am letzten Augustwochenende lockt als größtes Fest der Region rund 100 000 Besucher nach Breisach. Eine Besucherlenkung nach Hygiene- und Abstandsregeln gemäß der Pandemie sei da leider nicht möglich, erklärt Petra Littner weiter.

Den Auftakt der Bereichsweinfeste macht gewöhnlich das Markgräfler Weinfest in Staufen Anfang August. "Es ist aber schlichtweg nicht möglich, das Weinfest wie gehabt zu veranstalten", betont Thomas Senf. Ähnlich sieht es für das Mitte August angesetzte Breisgauer Weinfest in Emmendingen aus, das in normalen Jahren an vier Festtagen rund 50 000 Besucher zählt. Geschäftsführerin Isabella Vetter und Weinfest-Organisator Ulrich Hülswitt erklären, die Gesundheit und Sicherheit der Gäste stehe an erster Stelle. Sollte aber im Sommer bei einer möglichen Entspannung der Pandemielage Alkoholausschank auf öffentlichen Plätzen wieder erlaubt sein, werde man versuchen, mit Reservierungssystemen und einem Hygienekonzept Angebote für Weinfreunde auf die Beine zu stellen.

Hoffnung auf Spielraum für kleinformatige Alternativen

Auch für Staufen arbeitet Thomas Senf an möglichen Alternativen zum regulären Weinfest. "Falls unter akzeptablen Auflagen irgendeine Veranstaltung möglich wäre, wollen wir nicht unvorbereitet sein", so Senf. Allerdings gebe es viele offene Fragen von der unkalkulierbaren Pandemieentwicklung bis zur Wirtschaftlichkeit. Die Festorganisatoren betonen, dass versucht werde, unter günstigen Umständen gesellige Zusammenkünfte im kleineren Kreis zu ermöglichen.

Auch lokale Weinfeste stehen auf der Kippe

Von den lokalen Weinfesten ist das am zweiten Maiwochenende angesetzte Weinfest im Freiburger Stadtteil St. Georgen bereits abgesagt. Am Wochenende nach Fronleichnam im Juni wären die Ihringer Weintage geplant, das besucherstärkste der lokalen Feste in der Region. Die Entscheidung über eine Absage oder alternative Angebote soll laut Bürgermeister Benedikt Eckerle kommende Woche gefällt werden. In Pfaffenweiler trifft sich die Vereinsgemeinschaft, die am ersten Septemberwochenende das Schneckenfest organisiert, am 23. April, um zu entscheiden, ob das Fest abgesagt wird oder ob man damit noch abwartet.