Gebühren

Die Hundesteuer in Kandern soll steigen

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Do, 17. September 2020 um 08:03 Uhr

Kandern

Bei der Neufestsetzung der Hundesteuer orientiert sich Kandern an anderen Gemeinden. Für Kampfhunde und gefährliche Hunde soll der siebenfache Steuersatz gelten.

In Kandern sollen ab 2021 höhere Hundesteuern gelten. Vorgeschlagen sind 78 statt bisher 72 Euro, der Verwaltungsausschuss befürwortete sogar 84 Euro pro Ersthund, wie es der Ortschaftsrat Tannenkirch vorschlug.

Die Hundesteuer sei zum letzten Mal in 2016 erhöht worden, so Kämmerer Benedikt Merkel. Bei der aktuellen Anpassung orientiere man sich an der durchschnittlichen Hundesteuer im Landkreis von knapp 87 Euro im Jahr 2019. Für das zweite Tier soll ein Besitzer 156 Euro zahlen. Für Kampfhunde, die auf Grund ihrer Rasse so eingestuft werden, soll die siebenfache Steuer von 546 Euro gelten, für gefährliche Hunde ebenso.

Wann gilt ein Hund als gefährlich?

Der Begriff "gefährlicher Hund" ist auf Grund von vier Vorfällen in Kandern zum ersten Mal in der neuen Steuersatzung definiert. Als gefährlich gilt ein Hund, der einen Menschen beißt oder gefährlich anspringt, der einen anderen Hund, ohne selbst angegriffen worden zu sein, beißt oder der Wild, Vieh oder Katzen hetzt oder reißt. Wenn ein gefährlicher Vorfall mit einem Hund angezeigt werde, prüfe die Verwaltung das sorgfältig, um Fehlentscheidungen zu vermeiden, erklärte Merkel.

Tannenkirchs Ortsvorsteher Friedrich Höferlin (Freie Wähler), Gabriele Weber (SPD) und Daniela Schmiederer (CDU) sprachen sich für eine Steuer von 84 Euro pro Ersthund aus. Mit der geplanten Erhöhung würde die Stadt rund 45.000 Euro Hundesteuer einnehmen, aber allein für Hundekotbehälter gebe sie rund 30.000 Euro im Jahr aus, so Höferlin.