Personalabbau

Die Konsequenzen für das Schaeffler-Werk in Lahr bleiben unklar

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Do, 10. September 2020 um 17:15 Uhr

Lahr

Die Firma Schaeffler hat angekündigt, bis 2022 rund 4400 Stellen in Deutschland und Europa zu streichen. Auch der Standort Lahr sei betroffen, hieß es am Mittwoch auf BZ-Anfrage. Zahlen gibt es noch nicht.

Wie die Konsequenzen für das Lahrer Werk aussehen könnten, blieb am Donnerstag unklar. Auf mehrfache BZ-Nachfrage beim Betriebsrat in Lahr gab es bislang keine Antwort. Die Zentrale in Herzogenaurach nennt keine Standortzahlen, verweist auf laufende Gespräche mit Arbeitnehmern.

IG Metall ist entsetzt über den Schaeffler-Konzern

Die IG Metall Offenburg ist derweil "entsetzt" über das Sparprogramm des Schaeffler-Konzerns. "Es darf innerhalb des Konzerns keine betriebsbedingten Kündigungen, keine Standortschließungen und keine Produktverlagerung ins Ausland geben", wird Norbert Göbelsmann, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Offenburg, in einer Pressemeldung zitiert. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden sich die Beschäftigten an allen Standorten in Deutschland am 16. September mit einem Aktionstag gegen die Sparpläne wehren, heißt es in der Pressemeldung.

Bei einem Besuch des SPD-Abgeordneten Johannes Fechner im Lahrer Werk Anfang August hatte sich der Betriebsrat noch vorsichtig optimistisch gezeigt. Es solle keine betriebsbedingten Kündigungen geben, hieß es damals. Schaeffler habe zwar für das gesamte Werk vom 1. August an Kurzarbeit angemeldet, im Automotive-Bereich werde aber wieder voll gearbeitet. In diesem Bereich arbeiten mehr als die Hälfte der 1350 Mitarbeiter am Standort Lahr.