Kommunalwahl

Die Liste "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" setzt sich für ein inklusives Freiburg ein

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Di, 12. März 2019 um 18:43 Uhr

Freiburg

Zum ersten Mal tritt am 26. Mai die Liste "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" bei der Kommunalwahl in Freiburg an. Der Spitzenkandidat Ramon Kathrein will das Thema Inklusion weiter vorantreiben.

Um in der Kommunalpolitik künftig die Interessen von behinderten und benachteiligten Menschen besser zu vertreten, tritt eine weitere Liste bei der Kommunalwahl am 26. Mai an. Unter dem Namen "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" versammeln sich politisch aktive Menschen mit Behinderung sowie Unterstützer der Idee eines inklusiven Freiburgs.

48 Kandidatinnen und Kandidaten stehen auf der Liste

Die Liste hat ihre 48 Kandidatinnen und Kandidaten am Montagabend bei einer Versammlung im Janusz-Korczak-Haus nominiert. Spitzenkandidat ist der 37-jährige Ramon Kathrein. Der blinde Teilhabeberater ist Mitglied bei den Grünen und hatte 2014 noch auf deren Liste für den Gemeinderat kandidiert. Nun wolle er mit einem starken, eigenen Team die ihm am Herzen liegenden Themen vorantreiben.

"Wir stehen noch am Anfang." Spitzenkandidat Ramon Kathrein
Der Behindertenbeirat Freiburg, dem Kathrein auch angehört, sei zwar wichtig und mache gute Vorschläge. "Wir sind aber immer auf den guten Willen der anderen angewiesen", sagt er mit Blick auf die Mandatsträger im Gemeinderat. Dort möchte er künftig selbst als gewählter Stadtrat sitzen. Die Barrierefreiheit bei öffentlichen Gebäuden sei in den vergangenen Jahren gut ausgebaut worden und auch die VAG habe vielerorts nachgerüstet. "Wir stehen aber noch am Anfang", sagt Kathrein.

Dietenbach könnte zu einem inklusiven Quartier werden

Kulturell schaue es etwa mau aus. Da müsse man viel mehr Angebote inklusiv gestalten. Auch in der Gastronomie, bei Ärzten und an Schulen müssten Teilhabe und Inklusion eine stärkere Rolle spielen. Der Bau von Dietenbach sei eine große Chance, die Idee eines inklusiven Quartiers von Beginn an zu realisieren. Letztlich komme eine verbesserte soziale und digitale Infrastruktur der ganzen Stadtbevölkerung zugute, sagt Sebastian Müller. Der Rettungsassistent kandidiert auf dem zweiten Platz. Müller saß von 2004 bis 2009 und von 2013 bis 2014 bereits für Junges Freiburg im Gemeinderat und hatte sich Ende Januar ohne Erfolg um einen prominenten Platz auf der Liste der Grünen beworben, bei denen er bisher Mitglied ist.
Liste "Inklusion und Teilhabe"

1. Ramon Kathrein; 2. Sebastian Müller; 3. Rebekka Schütz; 4. Silke Löer; 5. Daniel Röhm; 6. Max Grässlin; 7. Iva Linda Kraus; 8. Michael Feller; 9. Kathrin Pross; 10. Beate Hengst; 11. Stefan Kiefer; 12. Silvia Geißlreither; 13. Lukas Gärtner; 14. Jochen Krings; 15. Nadja Baumann; 16. Philipp Riedel; 17. Ellen Lenz; 18. Stefan Backhaus; 19. Marion Demuth; 20. Michael Backhaus; 21. Tina Meer; 22. Manuel Fischer; 23. Sebastian Behrendt, 24. Claudia Bihl, 25. Nikolaus Meer; 26. Romy Ihle; 27. Simon Katz; 28. Johannes Baur; 29. Marcia Lindemann; 30.Hans Meier-Heubach; 31. Joseph Grauel; 32. Rüdiger Binkle; 33. Beatrice Thinius; 34. Anna Schuler; 35. Thomas Schuler, 36. Matthias Kraus; 37. Clara Stephan; 38. Simeon Stephan; 39. Benjamin Geiger; 40. Vanessa Lamas; 41. Roland Klöckner; 42. Birgitta Stephan; 43. Tabea Haas, 44. Judith Pix; 45. Helen Schneider; 46. Katja Lünser; 47. Kathrin Vogel; 48. Jens Clausen