Die Pflichten beim Räumen und Streuen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 22. November 2021

Lahr

Lahrer Stadtverwaltung weist auf den Winterdienst für die Bürgerinnen und Bürger hin.

(BZ). Die Tage werden kürzer und kälter. Das Risiko, dass Straßen und Wege vereisen und damit zur Rutschbahn werden, steigt, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Der Lahrer Bau- und Gartenbetrieb (BGL) habe seine Hausaufgaben gemacht, doch auch die Bürgerinnen und Bürger sollten vorbereitet sein. Die wichtigsten Punkte:

Wege entlang von Grundstücken
Laut der Streu- und Räumpflichtsatzung der Stadt Lahr sind alle Anlieger verpflichtet, die Wege entlang des Grundstücks freizuhalten. Werktags muss bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr gestreut und geräumt sein. Wenn danach Schnee fällt oder Schnee- oder Eisglätte auftritt, muss sofort – bei Bedarf auch wiederholt – geräumt und gestreut werden. Es ist nicht notwendig, den Gehweg vollständig von Schnee zu befreien. Ein 1,5 Meter breiter Gang reicht aus. Die geräumten Flächen vor nebeneinanderliegenden Grundstücken sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass eine ungehinderte Begehbarkeit gewährleistet ist.

Streusalz ist verboten
Viele Menschen nutzen Streusalz gegen die Glätte, gefrierpunktabsenkende Stoffe sind laut Stadt aber verboten. Stattdessen muss auf Sand, Splitt oder Asche zurückgegriffen werden.

Öffentliche Straßen
Der BGL sorgt dafür, dass die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze begeh- und befahrbar sind und beseitigt Behinderungen durch Schnee oder Eis. Eine Räum- und Streupflicht besteht allerdings nicht für alle Straßen und Plätze des Stadtgebiets. Deshalb hat die Stadt Lahr einen Winterdienstplan erstellt, in dem die Straßen nach Prioritäten eingezeichnet sind (siehe Info-Box). Die Prioritäten eins und zwei sind dabei besonders wichtig. Die Straßen der Prioritäten drei und vier können nur geräumt werden, wenn die Wetterlage es erlaubt und die Straßen der höheren Priorität geräumt sind. Es gibt keine flächendeckende Räumung aller Straßen.

Straßen sollen freigehalten werden
Um den Winterdienst zu unterstützen und ein schnelleres Räumen und Streuen zu ermöglichen, müssen die Straßen für die Fahrzeuge befahrbar sein. "Ein Räumfahrzeug benötig bis zu 3,50 Meter zum ungehinderten Durchfahren", erklärt Herbert Schneider, Leiter des BGL, "parkende Autos behindern leider oft den zügigen Ablauf. Schnee vom Gehweg und dem eigenen Grundstück gehört nicht auf die Fahrbahn und den Radweg. Bei einsetzendem Tauwetter müssen auch die Gullideckel frei von Eis und Schnee sein."

Keine unnötigen Fahrten
Auch wenn der Winterdienst erledigt ist, kann laut Stadt nicht davon ausgegangen werden, dass es keine rutschigen Stellen mehr gibt. "Vermeiden Sie unnötige Fahrten und richten Sie sich auf längere Fahrtzeiten ein, damit Sie auch im Winter sicher und frustfrei an Ihr Ziel kommen", rät deshalb Herbert Schneider.