Bildungspolitik

Die Sache ist fragwürdig

Helmut Gattermann

Von Helmut Gattermann (Merzhausen)

Mo, 05. Oktober 2020

Leserbriefe

Zu: "Das Land muss Innovationsregion Nummer eins in Europa werden", BZ-Interview mit Wolfgang Reinhart (Politik, 16. September)
Es sei dahingestellt, wie sich der Föderalismus in Zeiten der Covid-Pandemie bewährt hat. Der Bildungsföderalismus ist in Verruf geraten. Die Mehrzahl der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger hat in Erinnerung, wie sich viele Länder gegen die Hilfen des Bundes in Sachen Digitalisierung gewehrt haben. Wie wurden die Vorzüge der Entscheidungen vor Ort hochgelobt und die Hilfen aus Berlin abgewehrt. Fünf Milliarden Euro für Digitalisierung wurden vom Bund in Aussicht gestellt. Das Zuständigkeitsgerangel zwischen Ländern und Bund hat das Ankommen des Geldes verhindert und das Arbeiten der Schulen unter Corona-Einschränkungen erschwert. Bei dem Kuddelmuddel, dass sich bei der Bewältigung der Pandemie im Bildungswesen der Länder zeigt, ist es fragwürdig, sich weiter für die Vorzüge des Bildungsföderalismus einzusetzen. Helmut Gattermann, Merzhausen