Schlossmauer ist repariert

Die Schlossstraße in Biengen ist wieder frei

Hans-Peter Müller

Von Hans-Peter Müller

Mi, 20. Mai 2020 um 19:21 Uhr

Bad Krozingen

Die Schlossmauer im Bad Krozinger Ortsteil Biengen ist repariert. Die Schlossstraße ist wieder befahrbar, sie wird aber für Kanalarbeiten nochmal aufgerissen.

Aufatmen im Bad Krozinger Ortsteil Biengen. Die Schlossstraße wird wieder für den Verkehr freigegeben. Am Mittwoch wurden von der Firma Knobel die im Volksmund als "Legosteine" bekannten Betonbarrieren abgeräumt, die an der Einmündung der Bachstraße aufgestellt waren, um Verkehrsteilnehmer zu schützen, falls die Schlossmauer einstürzen sollte.

Ein Stück der Einfriedung des mittelalterlichen Gebäudeensembles war von Statikern als Gefahr eingestuft und die Straße wegen ihrer Verkehrssicherungspflicht von der Stadt gesperrt worden.

Ausgerechnet in dem Abschnitt, in dem man 2017 noch das letzte Stück der erneuerten Wasserleitung hätte einbauen wollen. In der Folge ergab sich ein Wechselspiel zwischen den Schlosseignern, Statikexperten und dem Denkmalschutz. Bis man sich letztlich einig wurde, wie sowohl der Sicherheit, wie auch der Ästethik und Originaltreue der Natursteinwand ausreichend Rechnung zu tragen sei, dauerte es. Gut 70 000 Euro habe man als private Eigentümer investieren müssen, um Statik und Denkmalschutz unter einen Hut zu bringen, so Noelle von Cornberg beim Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Volker Kieber.

Dieser freute sich mit Biengens Ortsvorsteher Benjamin Borgas und Tiefbauamtsleiter Felix Metzger zwar, dass man nach so langer Zeit der Sperrung die Straße nun wieder freigeben konnte und Besucher von Kirche oder Weinscheune sowie Landwirte wieder einfacher zum Ziel kämen, doch er machte gleich klar, dass die Freude der Dorfbewohner nur kurz währen wird. Um das noch fehlende Stück des Wasserkanals zu renovieren, muss die Schlossstraße noch einmal aufgerissen werden. Wann dies sein wird, ist noch unklar. Die Arbeiten müssen neu ausgeschrieben und die Kosten angesichts der corona-bedingten Finanzklemme neu abgewogen werden. Da die Kosten aber großteils vom Eigenbetrieb Wasserversorgung getragen werden, zeigte sich Kieber optimistisch, dass die Maßnahme nicht nochmals auf die lange Bank geschoben werden muss. Immerhin: Wenn alles steht, dauern die Arbeiten und die erneute Sperrung der Straße dann nur gut drei Monate und nicht drei Jahre.