Flüchtlingsunterkunft schließt

Die Verantwortlichen des Lahrer Containerdorfs ziehen Bilanz

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Mi, 15. August 2018 um 17:12 Uhr

Lahr

BZ-Plus In der Rainer-Haungs-Straße auf dem Flugplatz waren zeitweise mehr als 300 Geflüchtete untergebracht. Jetzt wird die größte Lahrer Unterkunft nicht mehr benötigt. Eine Bilanz.

LAHR. Zweieinhalb Jahre lang hat es in Lahr ein Containerdorf gegeben. In der Rainer-Haungs-Straße auf dem Flugplatz waren zeitweise mehr als 300 Geflüchtete untergebracht. Jetzt, wo die Zahlen zurückgehen, wo Anträge schneller bearbeitet werden, wird die größte Lahrer Unterkunft nicht mehr benötigt. Im Gespräch mit der BZ ziehen die Verantwortlichen eine weitgehend positive Bilanz. Für die Polizei bedeutet die Schließung eine Entlastung.

Es ist ruhig geworden. An diesem Mittwochvormittag laufen nur wenige Menschen über das eingezäunte Gelände auf dem Flugplatz. Die Security am Eingang kontrolliert wie gewohnt. Fotos auf dem Gelände sind nicht erlaubt. Auch die Container sind immer noch in drei Reihen zu zwei Etagen platziert. Teilweise sind die Rollläden aber schon heruntergelassen. Viele der Briefkästen werden nicht mehr benötigt. Und auch in der Kantine oder auf dem Bolz- und Basketballplatz im Hintergrund herrscht gähnende Leere.

Im Bürocontainer in der Rainer-Haungs-Straße sitzen Wulf Piazolo, Stefanie Ziegler und Holger Zimmermann. Der Objektleiter der Freiburger Firma OLK, die Heimleiterin und der Sozialarbeiter vom Landratsamt. Angespannt wirkt keiner von ihnen. Man darf vermuten, dass das vor zwei Jahren noch anders ausgesehen hätte. "Das war damals ein ganz anderer Druck", sagt Zimmermann. Überall wurden Unterkünfte für Geflüchtete aus dem Boden gestampft, auch in Lahr. Das Landratsamt funktionierte zwei Hallen zu Notunterkünften ...

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